Blog für Unterstützerinnen und Unterstützer unseres Aufrufs ...


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Betriebsräte benötigen für ihre Arbeit Qualifizierung. Alle Beiträge auf dieser Seite entstanden im Kampf für den Erhalt der dafür wichtigen Bildungsstätten des DGB in Hamburg Sasel und am Starnberger See.

Für deren Schließung gab es keinen Grund, denn die Häuser waren sehr beliebt und schon deshalb gut belegt. Doch obwohl sich Tausende Betriebsräte für den Erhalt der Häuser einsetzten und alle Argumente der Schließungsbefürworter widerlegt werden konnten, zogen DGB-Vorsitzender Michael Sommer und sein Bildungswerk-Geschäftsführer Dr. Dieter Eich diese unbarmherzig durch.

Das letzte Seminar, das in den Häusern stattfand, endete am 25. November 2011. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist nun entlassen und die Häuser werden zum 31.12.2011 geschlossen.
Dieser Blog des Förderkreises Sasel wurde eingerichtet, um den Unterstützerinnen und Unterstützern unseres Aufrufes eine eigene Plattform zu geben.

Es ist dies also kein allgemeines Forum, wo auch alle anderen denkbaren Themen diskutiert und behandelt werden. Uns geht es mit diesem Blog um einen Austausch derjenigen, die sich für den Erhalt unserer Bildungszentren stark machen!

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Beitrag von Jürgen Szalies
geschrieben am 29.10.2010 um 17:39 Uhr

Hans Mielke hat unser vollstes Vertrauen. Wir stehen zu Ihm, und das wofür er steht! Nur durch solche Menschen ist Hamburg-Sasel das geworden was es heute ist. Und er als Person schadet ganz sicher nicht das Ansehen und die Bildungsqualität in HH-Sasel! Und anstatt man Stolz auf solche Leistungsträger ist, versetzt man Ihm hier einen aufgesetzten Kopfschuss.

Wo leben wir denn hier eigentlich ?

Wenn der DGB so etwas akzeptiert, wird das eine Signalwirkung zu allen anderen Gewerkschaftsmitgliedern haben. Und das alles ohne Not! Nur weil da einige Damen und Herren im Bildungswerk-Vorstand eine mächtige Profilneurose haben?

Für mich ein klares: „No,go“ für diese Entscheidung.

Die Menschen die dem DGB wirklich schaden heißen nicht Hans Mielke, sondern schreiben Abmahnungen und Kündigungen um Belegschaften einzuschüchtern und freie Meinungen zu unterdrücken, das ist doch verkehrte Welt, verdammt !

Auch ich möchte hier vermeiden den Namen von Herrn Dr.Eich auch nur ansatzweise in den Schmutz zu ziehen.

Oder heißt der Mensch jetzt etwa „Ludwig der 14.“. Auch genannt der „Sonnenkönig“. Der bekannt wurde mit seiner Lebensphilosophie:

„Das Volk (DGB) bin Ich“.

Jürgen Szalies
Betriebsrat
Bildungsbeauftragter
IG Metall Delegierter
Hüttenwerke Krupp Mannesmann

 
Beitrag von Rüdiger Kierstein
geschrieben am 29.10.2010 um 16:32 Uhr

Lieber Kollege Hans,

es ist eine Frechheit, wie ein sehr geschätzter Teamer aus Sasel so behandelt wird. Du hast Dich immer um alle Kollegen wohltuend gekümmert, hast auch für private Belange ein offenes Ohr gehabt und Dich mit voller Hingabe für den Förderkreis eingesetzt. Was da gelaufen ist, ist eine Frechheit. Wir werden weiterhin zu Dir halten.

Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Kierstein

 
Beitrag von Werner Bäumler
geschrieben am 29.10.2010 um 07:54 Uhr

Ach wie schrecklich, Dieter Eich fühlt sich beleidigt, wenn man eine andere Meinung hat wie er. Wenn jemand beleidigt sein kann, dann sind es die Beschäftigten in Hamburg Sasel und Niederpöcking. Denen wird mit ein paar Zeilen und anschließend in Belegschaftsversammlungen mitgeteilt dass ihre Arbeitsplätze vernichtet werden. Herrn Eich möchte ich noch sagen, dass nicht unterschiedliche Meinungen dem Bildungswerk schaden sondern die Schließung von zwei Schulen.

Mir scheint, ihm reichen die in Hamburg und Niederpöcking vernichteten Arbeitsplätze noch nicht, darum geht er jetzt auf Partner los, mit denen man jahrelang zusammengearbeitet hat. Untragbar im Bildungswerk ist aus meiner Sicht nur eine Person – Dieter Eich.

 
Beitrag von Habib Demez
geschrieben am 29.10.2010 um 05:26 Uhr

Hallo Kollegen,

ich bin bestürzt über den Umgang mit Gewerkschaftler von Gewerkschaftlern. Unsere Kultur ist das wir als Betriebsräte, Gewerkschaftschaftler, Angestellte von Gewerkschaften oder Vertrauensleuten kritisch mit mit unseren Umfeld umgehen und vieles auch solidarisch abarbeiten. Wenn aber der Kritische Umgang damit bedroht wird das schon Gewerkschaftsangestellte Angst um Ihren Arbeitsplatz haben müssen dann geht es zu weit.

Hr. Eich, sie werden von meinem Gewerkschaftsbeitrag bezahlt und da erwarte ich dass die Kultur in Gewerkschaften eine andere ist als beim Arbeitgeberlager. Ich hoffe das die Veranwortlichen im DGB sehr schnell diese Kündigung zürücknehmen und damit beweisen das wir eine andere Kultur besitzen als der Arbeitgeberlager.

Habib Demez
IGM Delegierter Verwaltungsstelle Stuttgart

 
Beitrag von John DoeWriter
geschrieben am 29.10.2010 um 05:09 Uhr

Eine kleine Geschichte aus dem Arbeiterleben

Hein, seit seiner Lehre vor dreißig Jahren engagierter Gewerkschafter im Hafen, saß nach dem Abendessen wieder einmal vor seinem Computer, da die Glotze nur Dummtüch brachte, wie er und seine Frau Kati es nannten, wenn Autos über die Autobahnen flogen, oder Diedder Talente suchte.

Kati hatte es sich mit einem Krimi auf dem Sofa gemütlich gemacht, als Hein plötzlich große Augen bekam und laut sagte: „Ich lach mich kaputt“.

Dabei schlug er sich auf die Schenkel, als hätte er gerade den besten und schmutzigsten Witz seines Lebens gehört.

„Was ist denn mit dir los!“, fragte Kati und sah von ihrem Buch auf.

„Ach, hier steht `was Komisches im Netz.“

„Erzähl mal.“

Hein nippte von seinem Rotwein und sah, am Monitor vorbei, zum Sofa.

„Ich habe dir doch erzählt, dass die vom Gewerkschaftsbund, also dessen Bosse, die Seminarhäuser hier in Hamburg und in Starnberg schließen wollen.“

„Ja, und du hast gesagt, dass sie die Belegschaft neulich vor vollendete Tatsachen gestellt haben, scheinbar ohne wirklich Alternativen gesucht zu haben. War da nicht auch noch was mit dem Pachtvertrag?“

„Stimmt“, meinte Hein und schob die Financial Times zur Seite, denn sie knisterte unter seinen Ellenbogen. „Alternativen hat man den Mitarbeitern nicht aufgezeigt, oder nicht wirklich. Und Vorschläge von den Kollegen wurden auch nicht abgefragt.“

„Und was ist daran jetzt so lustig?“

(mehr …)

1 Kommentar

 
Beitrag von Michael Himstedt
geschrieben am 29.10.2010 um 04:41 Uhr

HAMMERHART!

Lieber Hans,

wir stehen hinter Dir, und der GUTEN Sache.

Kopf hoch, nach Regen kommt Sonne!

Wir werden in Sasel weiterbuchen, denn Du bist „einer der Gründe“ weshalb wir uns dort so wohl fühlen.

Du bist einer, der sich bisher „immer“ für das Haus und den Seminarerfolgen eingesetzt hast und das über das normale Maß hinaus. Zufriedenheit der Seminarteilnehmer ist Dein immer wieder treibender Ehrgeiz.

Wir werden Hr. Eich ein schönen Brief schreiben, in dem wir diesen Herrn „nicht angreifen“, aber ihm wohl unsere Kollegialität mir Dir und dem Förderkreis kund tun.

Was wäre Sasel ohne seine „feste, arrangierte Teamergruppe“?

Genau!

Eine Bildungsstätte wie jede andere, aber eben kein SASEL mehr.

Der letzte Akt ist noch nicht geschrieben. Gerade der Abmahnungsgrund ist lächerlich – wir werden keine Seminare mehr beim Bildungswerk machen, wenn diese nur noch EXTERN durchgeführt werden.

Denn:

Im Jahr 2006 buchten wir erstmals ein „Hotelseminar des Bildungswerks – in Boltenhagen – mit …“.

Resultat, wir wussten nicht viel mehr als vorher – wir kamen zum Ergebnis: „nur keine Seminare mehr beim DGB-Bildungswerk buchen“. Überteuerte Getränke, eine Snob-Veranstaltung, keine Zeit für Fragen der Teilnehmer nach der Schulung, wir fühlten uns (trotz toller Seminartruppe) „alleingelassen“, einhellige Meinung: DGB-Bildungswerk – nie wieder!

Wir fuhren somit weiter zu unseren Gewerkschaftsbildungsstätten.

Bis eines Tage ein Teamer die Bildungsstätte DGB-Sasel empfahl – er stellte uns Sasel vor und wir machten Anfang 2008 unser AR-1. Seit dem machen wir im BR/GBR nur „gute Reklame für Sasel“. Ich nehme an, dass bisher allein durch meine Initiative weit mehr als 100 Buchungen in Sasel von CEVA-Logistics belegt wurden. – UND BISHER KAM KEIN EINZIGES MAL EINE NEGATIVE NACHRICHT – Das wird es bei externer Schulung nicht geben.

Bei unseren Ver.di-Bildungsstätten wird natürlich auch weiterhin gebucht und in Zukunft wohl nur noch.

Hier wird ohne Not der WILLE der Hotellobbyisten durchgedrückt! – und schuld am Niedergang sind natürlich immer die KLEINEN. (da fühlt man sich wie bei Tante Merkel..)

Mit mitfühlendem, kollegialem und kämpferischen Gruß

Micha
PS. Unterstützung auch von Enis, Denis, Ingo, Nico, Jürgen und Adam.

Betriebsrat Salzgitter
Gesamtbetriebsrat/Ausschuss
GBR EDV Ausschuss
GBR Wirtschaftsausschuss
CEVA Logistics Central Europe
CEVA Logistics GmbH
Automotive

 
Beitrag von Jürgen Pirrung
geschrieben am 29.10.2010 um 04:23 Uhr

Hallo Förderkreis,

wie billig werden hier sehr gute Teamer abgeschossen????

wo leben wir hier, wo bleibt das Recht zur freien Meinungsäußerung???

Der DGB soll Größe zeigen und seine Entscheidung zurück nehmen.

Hans Mielke hat meine volle Unterstützung….

 
Beitrag von Kai Froeb
geschrieben am 28.10.2010 um 20:04 Uhr

Natuerlich ist die Handung von Leuten wie Eurem Dr. Eich das Problem /
die Abschreckung

und nicht die von den Foerdemitgliedern und Teamern.

 
Beitrag von Sigi Thielen
geschrieben am 28.10.2010 um 19:03 Uhr

Hallo zusammen,

dieses Verhalten mit nicht beugsamen Kollegen und/oder Mitarbeitern ist uns ja nicht unbekannt.

Das hauptamtliche Gewerkschafter so handeln, wie Sie jetzt handeln, zeugt von großer Hilflosigkeit und Respektlosigkeit gegenüber Menschen die gelernt haben zu kämpfen. Unsere Freunde aus den Arbeitgeberlagern werden dies mit freuden beobachten, Sie werden uns das mit schmakes bei passender Gelegenheit um die Ohren hauen, mit dem Hinweis Ihr seid auch nicht besser als wir.

Hans laß dich nicht unterkriegen.

Mit äußerst kollegialen Grüßen.
Sigi Thielen

1 Kommentar

 
Beitrag von Angelika u. Uwe Scheer
geschrieben am 28.10.2010 um 18:45 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir verurteilen das Vorgehen gegen den Kollegen (erinnert an Berufsverbotszeiten, die wir selbst erlebt haben). Hinweisen möchten wir auf den einstimmigen Beschluss der Verdi-Seniorenkonferenz Hamburg vom 26.10.10 zum Erhalt der Bundesschule in Sasel.

Die Verdisenioren sprechen für 14.000 ältere Kolleginnen und Kollegen, die nicht mehr im Arbeitsprozess stehen, aber weiter für die gewerkschaftlichen Belange aktiv sind.

 
Beitrag von Birgit
geschrieben am 28.10.2010 um 17:45 Uhr

Hans hat meine Solidarität! Ihn vor die Tür zu setzen, ist nicht richtig. Ich fordere D. Eich auf dass sofort rückgängig zu machen und sich bei Hans und auch dem Förderkreis zu entschuldigen.

Allerdings glaube ich nicht, dass es Eich „nur“ um Hans geht. Er will uns ALLE, ob Honorarkäfte oder Belegschaft oder Teilnehmer einschüchtern. Jeder soll wissen, was passiert, wenn man im BW zu laut auf eigenen Meinungen besteht. Da aber ist D. Eich auf einem Irrweg: denn das bringt uns jetzt erst richtig zusammen! Noch mehr als vorher…

Als Gewerkschaftsmitglied will ich aber mal etwas Gutes über den DGB sagen, weil ja auch viel schlechtes kam: Der Hamburger DGB Vorsitzende unterstützt Sasel! Der Münchner DGB Vorsitzende unterstützt Starnberg. Auch viele andere DGB Kollegen unterstützen uns, so wie auch viele Vertreter aus der IG Met, von Verdi, NGG, GEW und anderen.

Um so schlimmer ist es dass darauf (in Düsseldorf) nicht geachtet wird. Ich schließe mich André an, was diese Leute betrifft. Und Andreas sagt: das sind KEINE GEWERKSCHAFTER. Sie tun nur so, vielleicht auch wegen ihrer Posten ?

Aber bitte nicht aus UNSEREN GEWERKSCHAFTEN austreten. Das sind UNSERE Organisationen, die wir uns wieder nehmen MÜSSEN. Wir sind deren Arbeitgeber.

Redaktionelle Anmerkung:

Dieser Beitrag wurde mit einem Nicknamen bzw. Pseudonym veröffentlicht. Diese Möglichkeit bieten wir Beschäftigten des DGB Bildungswerks – fest angestellten, wie Honorararbeitnehmern und auch ihren Angehörigen – damit sie keine arbeitsrechtlichen Repressionen befürchten müssen. Der Wunsch unter einem solchen Nicknamen zu veröffentlichen, kann im Eingabe-Formular vermerkt werden.
Euer Webmaster dieser Seite des FK Sasel

 
Beitrag von Edmund Zange
geschrieben am 28.10.2010 um 17:40 Uhr

Warum sollen sich unsere „DGB-Fürsten“ anders verhalten als unsere sogenannten „Volksvertreter“? Uns die Steuergelder abknöpfen und diese dann für sich(ihre persönlichen Interessen)und zum Wohle der Wirtschaftsbosse einsetzen.

Als Gewerkschafter zahlen wir treu und brav unsere Beiträge und das war es dann. Unser „Herrschaften“ nehmen einen kräftigen „Schluck“ für sich und leben damit nicht schlecht. Doch wer fragt nach Leistung dafür? Das geld kommt doch automatisch rein! Wem wundert es dabei, dass man kaum noch jemanden in die Gewerkschaft bekommt? Aber vielleicht ist das genau das Ziel unserer „Bosse“.

 
Beitrag von Andreas Simon
geschrieben am 28.10.2010 um 14:22 Uhr

Hallo, Förderkreis!

Ich war in Sasel auf meinem ersten Seminar für Betriebsräte , und bin entäuscht, das der DGB sich schlimmer aufführt , als gewinnorientierte Unternehmen!

Wasser predigen und Wein trinken!?

Der DGB sollte sich daran erinnern wofür er steht, und sich dementsprechend verhalten…

Mit kollegialem Gruss,

Andreas Simon

 
Beitrag von Helmut Hammerbauer
geschrieben am 28.10.2010 um 12:56 Uhr

Ich würde keinem Empfehlen wegen Herrn Dr. Eich und den hinter ihn Stehenden aus der Gewerkschaft auszutreten!

So etwas wird von den Kontrahenten in Kauf genommen. Es würde aber ihre bestimmende Position noch bestärken.

Geduld und langer Atmen ist hier besserer Rat!

Uns geht es um die bessere, kämpferischere und wirksamere Organisation, ihnen eher um das Weiter-so.

Letztlich kommen es auf jede(n) an, die sich die herrschenden Verhältnisse nicht mehr einfach so gefallen lassen!

Brauchen wir das Lohnsystem auf ewig?

Die Existenzangst, ect.?

Wollen wir Ware auf einem Markt sein?

 
Beitrag von Stefan Balkheimer
geschrieben am 28.10.2010 um 12:45 Uhr

Mit der Entscheidung Sasel zu schließen geht ein ordentliches Stück Glaubwürdigkeit am DGB verloren!

Ich denke es bleibt wie es schon immer war-

„Der Fisch fängt im Kopf zu stinken an…!“

Meinen Kollegen Hans Mielke wünsche ich in der rechtlichen Klärung gegen dieses unüberlegte Schreiben des DGB’s viel Erfolg!

Mit solidarischen Grüßen

Balki

 
Beitrag von Norbert Göbelsmann
geschrieben am 28.10.2010 um 11:17 Uhr

Der Rausschmiss des Kollegen Hans Mielke wegen eines kritischen Blogs ist nun wirklich das Allerletzte.

Betriebsräteschulung in Sasel heißt: praxisnah, von den Interessen der Arbeitnehmer ausgehend, und in einem Rahmen, der den Erfahrungsaustausch zwischen KollegInnen fördert. Was hilft, die Lage im eigenen Betrieb in eine vernünftige, solidarische Perspektive zu setzen.

Der Witz bei diesen Schulungen ist doch gerade, sie mit dem Alltag zu verbinden und im Alltag anzuwenden. Dafür spielt der Rahmen eine entscheidende Rolle. Mit der Schließung der Bildungsstätten Sasel und Starnberg würde der DGB diesen zerstören zugunsten einer „neutralen“ vereinzelnden touristischen Hotel-Atmosphäre ohne Gewerkschaftsbezug. Dabei kommen am Ende Betriebsräte raus, die weniger drauf haben, und weniger für und mit ihren KollegInnen erreichen.

Jetzt will das DGB-Bildungswerk den Kollegen Hans Mielke feuern, weil er die rechtliche Verantwortlichkeit für einen Blog hat, in dem sich Betriebsräte und GewerkschafterInnen dafür einsetzen, dass eine wichtige Institution erhalten bleibt.

Damit soll er dem DGB-Bildungswerk geschadet haben. Dem DGB-Bildungswerk schadet es, wenn die Bildungsstätte Sasel geschlossen wird, nicht wenn wir was dagegen tun.

 
Beitrag von Andreas Akens
geschrieben am 28.10.2010 um 11:09 Uhr

Hans ich fühle mit dir ………

Da wird ein überzeugter und Tatkräftiger Gewerkschafter so einfach vor die Tür gesetzt. Schäme dich Eich du hast dieses nicht mit uns abgesprochen.

Ich persönlich bin in vielen Gewerken der Gewerkschaft Ehrenamtlich unterwegs und halte mich persönlich vom Grundverständnis her, als einen Überzeugender Gewerkschafter. Das denke ich trifft auch auf fast alle anderen zu, die ich so in meiner Zeit beim DGB kennen lernen durfte. Bis auf Ausnahmen. Die Art und Weise wie man in der Gewerkschaft miteinander umgeht finde ich schon heftig. Gilt nicht Meinungsfreiheit innerhalb der Gewerkschaft und auch in unserem Staate….

Ich selber habe mal als Teamer in Sasel gearbeitet und es hat mir persönlich viel Spaß gemacht. Das Konzept und die Menschen waren oder sind dort gut. Ich habe es nicht aus finanziellen Gründen gemacht sondern aus Überzeugung.

Ich habe das Glück in einem festen Arbeitsverhältnis zu sein, dadurch bin ich nicht finanziell vom DGB oder Bildungswerk abhängig. Viele von den Teamern oder auch Referenten sind ein wenig auf das was man dort verdienen kann, oder auch konnte, abhängig geworden und da traut man sich ja nicht unbedingt gegen so Mächtige …… anzugehen. Daher leite ich ab das sich viele nicht mehr äußern wollen da sie leider auch in einer gewissen Abhängigkeit geraten sind ohne das vielleicht vorher gewollt zu haben. –„Nachher geht es mir wie Hans und man darf für die Organisation nicht mehr arbeiten!! ;-(

Ich bin seit 1977 Gewerkschaftsmitglied, erst ÖTV später leider Verdi. Dass mit Verdi wollten viele aus der ÖTV nicht aber es wurde von einigen wenigen da oben so Entschieden und keiner konnte sich so richtig dagegen wehren. Da die Damen und Herren da oben über das einfache Mitglied hinweg entscheiden. Das heißt es wird entschieden und im Nachhinein bekommt man zwar die Möglichkeit sich dazu zu äußern aber da sind die Entscheidungen längst gefallen. Also bin ich zum DGB vor ca. 14 Jahren, nicht als Mitglied, dass bin ich ja bei Verdi. Die, so habe ich gedacht, werden ja wohl anders oder besser sein und ich als Mitglied werde mich sicher in der Dachorganisation gut wieder finden. Dort kommen viele Gute Gewerkschafter aus den Unterschiedlichsten Branchen. Man kann sich gut austauschen und man hat eine Vielzahl an Möglichkeiten um sich schlau zu machen, wie läuft es bei Euch oder wie seit ihr mit dem Thema ….. umgegangen.

Vor 4 bis 6 Jahren merkte ich aber plötzlich der DGB ist genauso wie die anderen Einzelgewerkschaften wenn nicht sogar noch schlimmer. Da fing es doch an, dass man die Bildungsstätte nicht mehr halten wollte, zu teuer unrentable. Lass uns doch in ein Hotel schön unpersönlich ohne Geschichte usw. Ich habe seit dem nicht mehr als Teamer agiert obwohl ich Lust darauf hatte.

Mit so Typen von da oben die so weit weg sind von der Basis, wie das Boot auf dem Mond zum Wasser auf der Erde.

Dadurch bekommen wir sogar noch, da es ja nicht mehr DGB ist sondern Bildungswerk also „Eigenständig“ Männer oder Frauen an Bord die von der Gewerkschaftsarbeit so gut wie gar nichts mehr Verstehen und nur noch in Zahlen denken und wie kann ich mich und meine treuen Gefährten gut durch die Welt dadurch schaufeln. Da geht halt mal eine Servicekraft, Koch/in und eine Sachbearbeiter/in oder auch ein Sekretär so einfach weg in die Arbeitslosigkeit da ja Menschen die 50 Jahre oder auch älter sind nicht unbedingt noch nach Hattingen gehen wollen. Ja man muss es leider Zugeben, die Gewerkschaften sind zusammen mit den Kirchen die schlechtesten und Miesesten Arbeitgeber, halt Tendenzbetriebe. Da schaffen viele in den unteren Bereichen mit der Diagnose Helfersyndrom und ein paar wenige entscheiden einfach selbstherrlich über alle anderen hinweg.

Die Fehler die zu dem Finanzdebakel beim DGB und Bildungswerk geführt haben, haben ihre Ursache genau in den Leuten die heute noch am Werk sind.

(mehr …)

 
Beitrag von Cemal Cinar
geschrieben am 28.10.2010 um 10:18 Uhr

Für eine gute Arbeit brauchen wir eine gute Ausbildung bzw. Weiterbildung.

Also: Hände weg von Sasel!

Cemal Cinar
Betriebsrat bei der Salzgitter Flachstahl GmbH

 
Beitrag von Jürgen Inhoff
geschrieben am 28.10.2010 um 10:14 Uhr

Bis neulich war ich der naiven? Überzeugung, daß das „G“ in DGB die Abkürzung für Gewerkschaft ist, die insbesondere die Interessen der Arbeitnehmer/innen vertritt! Über diesen kaltschnäuzigen Versuch einen abhängig Beschäftigten mundtot zu machen, bin ich entsetzt! Kämpfen wir nicht seit jeher gegen genau solche Arbeitgeberpraktiken als Gewerkschafter an?

 
Beitrag von Uwe Jensen
geschrieben am 28.10.2010 um 09:21 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieses „MöchtegernManagerGehabe“ des Herrn Dr. Eich
schlägt allen wohlmeinenden Kräften ins Gesicht und erklärt aber auch die wachsende allgemeine Politik/Gewerkschaftsmüdigkeit. Ich lege meine 46 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft in ver.di (DPG) in die Wagschale, sollte diese Entscheidung (Suspendierung des Kollegen Hans Mielke) nicht sofort (10 Tage) zurückgenommen werden, denn ich bin nicht der Meinung, dass dieses unsägliche Verhalten (des Herrn Dr. Eich) mit der Unterstützung durch meine Beiträge weiter gefördert wird. Das ist das Erste mal das ich über meine Mitgliedschaft nachdenke und ich bin selbst überrascht, wie leicht ich dieses aussprechen kann.

Mit solidarischen Grüßen

Uwe Jensen
Fanny-Lewald-Ring 68
21035 Hamburg

Kopie an Wolfgang Rose (ver.di)
Kopie an Bundesvorstand DGB

 
Beitrag von André
geschrieben am 28.10.2010 um 09:20 Uhr

Who is who im Bildungswerk?

Zur besseren Orientierung, wie die Beiträge, die nicht von Unterstützern der Forderung nach dem Erhalt von Sasel und Starnberg kommen einzuschätzen sind, ein paar Infos:

Dr. Dieter Eich ist seit Jahren Geschäftsführer. Auf Grund der von ihm zu verantwortenden Geschäftspolitik und Personalführung stehen die beiden Tagungszentren auf der Kippe. Jahrelang hat er sich nicht besonders für die nachhaltige Sicherung der Betriebsrätequalifizierung und den Erhalt und Ausbau der Bildungszentren interessiert. Seine Ambitionen gingen darüber hinaus, ein zusätzliches IT-Zentrum in Düsseldorf, eine Tochtergesellschaft für Beratung und Qualifizierung und vor allem jede Menge IT-Projekte aus EU-Mitteln; übrig geblieben, bis heute wirksam für das Bildungswerk ist fast nichts. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn dadurch nicht eine falsche Orientierung und ein verfehlter Personaleinsatz jahrelang die Sicherung der Betriebsrätequalifizierung behindert hätten. Das Ergebnis haben wir jetzt.

Lothar Jessen, bis vor kurzem kaufmännischer Leiter in Hattingen, jetzt der Verwaltungsleiter des Bildungswerkes und stellvertretender Geschäftsführer. Das wird man nur, wenn man Dieter Eich folgt.

Beide verteidigen natürlich die jetzige Planung als alternativlos – basta!

Thomas Franke beteiligt sich außerordentlich engagiert an der Diskussion, sowohl in dem BW-Blog, als auch hier im Forum des Förderkreises. Zwei Botschaften sendet er permanent aus: 1. Man muss die Dinge nehmen wie sie sind, grundlegende Kritik und Festhalten an den Tagungszentren ist realitätsfern 2. Ich bin der gesandte Moderator für neue Wege, ich kann alle Eure Argumente widerlegen. Eigene Vorschläge hat er nicht.

Warum sich ein Bildungsreferent, der im April nächsten Jahres in die passive Phase der Altersteilzeit geht so vehement für die Pläne des Geschäftsführung in´s Zeug legt ist nicht nachvollziehbar.

Jedenfalls ist dies nicht durch seinen angeblich 24 Jahre dauernden BR- und GBR-Vorsitz erklärt („…und war auch 24 Jahre BR und GBR-Vorsitzender“) Bestenfalls war er etliche Jahre im Betriebsrat in Hattingen; den BR-Vorsitz hatte er nur kurze Zeit inne und an einen GBR-Vorsitzenden Thomas Franke kann sich keiner erinnern.

Warum also die Hochstapelei? Er war ca. drei Jahre kaufmännischer Leiter in Starnberg und hat diese Funktion derart säuisch ausgeführt, dass der Betriebsrat den Hauptvorstand der NGG einschalten musste um diesem Drangsal ein Ende zu bereiten. D. Eich hat bis zu letzt versucht ihn zu halten…

Was treibt Thomas Franke also an, sich so zu engagieren? Die Sorge als ehemaliger Betriebsrat oder als ehemaliger kaufmännischer Leiter von Starnberg?
Sicher hat jeder das gleiche Recht auf Beteiligung an der Diskussion, aber Thomas Franke hielte sich besser zurück.

Redaktionelle Anmerkung:

Dieser Beitrag wurde mit einem Nicknamen bzw. Pseudonym veröffentlicht. Diese Möglichkeit bieten wir Beschäftigten des DGB Bildungswerks – fest angestellten, wie Honorararbeitnehmern und auch ihren Angehörigen – damit sie keine arbeitsrechtlichen Repressionen befürchten müssen. Der Wunsch unter einem solchen Nicknamen zu veröffentlichen, kann im Eingabe-Formular vermerkt werden.
Euer Webmaster dieser Seite des FK Sasel

 
Beitrag von Dr. Peter Enders
geschrieben am 28.10.2010 um 09:00 Uhr

Hallo Förderkreis,

könnt Ihr bitte den Wortlaut der Abmahnung veröffentlichen, damit man das Kündigungsschreiben besser einordnen kann? Welcher Text soll „persönlich beleidigend“ und dem Bildungswerk schädlich sein?

Was wurde gegen die Abmahnung unternommen?

Redaktionelle Anmerkung des FK-Webmasters:

Lieber Kollege Enders,
den Wortlaut der „Abmahnung“ (tatsächlich war es ein Unterlassungsersuchen) und den Text, den Dr. Dieter Eich als persönlich beleidigend betrachtet, können wir leider nicht veröffentlichen, da wir gezwungen wurden eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben, eben dies nicht zu veröffentlichen. Die Sache befindet sich im Rechtsstreit, da wir keinesfalls der Meinung sind, dass der von einem Kollegen aus Rheinhausen seinerzeit für diesen Blog geschriebene Beitrag beleidigend oder bedrohend war. Der Kollege wollte verdeutlichen, dass für ihn Sasel ein „Kulturgut“ ist, dessen Schließung er und sein Betriebsrat nicht hinnehmen wollen. Er wollte in diesem Zusammenhang politische Aktionen nicht ausschließen, was wiederum Dr. Dieter Eich als Bedrohung empfand, da der Kollege dies in Worten formulierte, wie sie halt unter Arbeitern im Ruhrgebiet durchaus anzutreffen sind. Mit Hans hatte das alles überhaupt nichts zu tun. Allerdings ist Hans derjenige, der die medienrechtliche Verantwortung trägt. Und nichts zu tun hat es jetzt auch mit der Kündigung, die ja auch damit nicht begründet ist, sondern mit der angeblich schädigenden Wirkung dieser Seite. Wir bitten um Verständnis, dass wir zu diesem ersten Absatz im Schreiben von Herrn Eich nicht mehr öffentlich machen können.
Euer Webmaster dieser Seite des Förderkreises Sasel,
der sich nun auch gezwungen fühlen muss, hier nur anonym aufzutreten.

 
Beitrag von Ernst-Jörg Jakob
geschrieben am 28.10.2010 um 07:34 Uhr

Liebe Kollegen in Sasel

Ich hab die Bildungsstätte Sasel und auch Hans als sehr positiv kennen gelernt und kann die Entscheidung und Gangart des Vorstandes nicht wirklich nachvollziehen.

Eine Bildungsstätte die gute Bildung vermittelt und eigentlich auch gut ausgelastet ist nicht weiter zu führen, kann nicht das richtige Signal sein und ich als IG Metaller stell mir da die Frage, ob ich dieses Bildungswerk weiterhin unterstützen soll.

Ernst-Jörg Jakob
Betriebsratsvorsitzender der Kunststoff – Krüger GmbH

 
Beitrag von Ludwig Maier
geschrieben am 28.10.2010 um 06:47 Uhr

Hallo zusammen,

genau mit solchen Aktionen vom DGB, fällt es immer mehr Betriebsräten leicht, sich nicht mehr von Gewerkschaften schulen zu lassen.

Macht nur weiter so und die privaten Anbieter freuen sich::::::::::::-)

Ich will nicht auf Hamburg verzichten, aber wenn es Hamburg nicht mehr gibt, gibt es für mich auch kein DGB-Seminar mehr.

Gruß an alle Mitsteiter:

Ludwig

 
Beitrag von Andreas Brauer
geschrieben am 28.10.2010 um 06:38 Uhr

Die DGB – Bildungstätten sind immer etwas besonderes. Doch es gibt eben auch welche, die durch ihre Lage und das Umfeld Seminarteilnehmer anziehen. Und das sind nun mal Hamburg an der Alster gelegen und Starnberg direkt am See.

Selbst ich als Hamburger übernachte immer gerne an der Alster. Ich hätte nur 45 min bis zur Bildungsstätte. Doch dort kann man so herrlich abschalten. Mit anderen Teilnehmern und den Referenten sich austauschen und mit Auswärtigen abends etwas unternehmen bzw. ihnen die Stadt zeigen. Die Bildungsstätten müssen erhalten bleiben.

 
Beitrag von Sonja Weber
geschrieben am 28.10.2010 um 06:27 Uhr

Seit nunmehr 13 Jahren fahren die Betriebsratsmitglieder unserer Firma zu den Seminaren nach Hamburg. Einer der engagiertesten Teamer war und ist für mich Hans Mielke.

Die Annahme von Herrn Dr. Eich, dass sich Seminarteilnehmer verunsichert fühlen und sich vom Bildungswerk abwenden, mag begründet sein. Aber die Ursache dafür liegt nicht bei Herrn Mielke sondern vielmehr in der Reaktion der Geschäftsführung.

 
Beitrag von Angela Ruttig
geschrieben am 28.10.2010 um 06:16 Uhr

Den Vorzügen von Sasel und den Konsequenzen der Schließung die an dieser Stelle alle aufgeführt wurden, hab ich nichts mehr hinzuzufügen, möchte aber den Brief von Herrn Eich nicht unkommentiert lassen.

Die Art und Weise wie die Schießung von Statten geht „schadet nach wie vor dem DGB-Bildungswerk als Institution“ und nicht die Öffentlichkeitsarbeit von Förderkreismitgliedern die dieses Vorgehen publik machen. Genau dieses Vorgehen ist es auch, das meiner Meinung sicherlich dazu führt, „dass sich SeminarteilnehmerInnen vom Bildungswerk abwenden und verunsichert fühlen.“

Nichts gegen die Qualität von DGB Schulungen, aber ich werde mich wohl in Zukunft für Seminare die in Hotels stattfinden nicht entscheiden können, sondern eher Alternativen z.B. bei den Einzelgewerkschaften besuchen.

 
Beitrag von Ali Arslan
geschrieben am 28.10.2010 um 05:40 Uhr

Das ist wieder mal eine Bestätigung dass die Gewerkschaften ein Teil des kapitalistischen Systems geworden sind

Sie sind mittlerweile nur dazu da, um das System zu erhalten und zu verteidigen, nebenbei müssen sie auch mal für bessere Arbeitsbedingungen für die Lohnabhänghigen versuchen durchzusetzen

In den Bildungsstätten haben wir gelernt wie wir uns gegen den Arbeitgeber wehren können, was wir tun können um bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, wie wir Kündigungen abwehren können

Nun müssen uns Gedanken machen was wir tun können um die Bildungsstätten und die Arbeitsplätze erhalten zu können, eine traurige Geschichte

Die Verantwortlichen müssen aufhören profitgierig zu denken und zu handeln, denn sie sind nicht die Arbeitgeber sondern nur die verantwortlichen Leiter/Geschäftsführer

Wir sorgen dafür mit unseren Einsatz und der Beteiligung an den Seminaren für die Beschäftigung aller Menschen in den Bildungsstätten die dort tätig sind mitunter auch für die Beschäftigung der sogenannten Leiter, auch für den Geschäftsführer Herrn Dr. Dieter Eich!

Hände weg von unseren Bildungsstätten!

Die Bildungsstätten sind nicht Eure Eigentum dass ihr sie so einfach verkaufen könnt

Die Bildungsstätten sind Eigentum der Mitglieder!

Ali Arslan
Betriebsrat und VK Leiter bei
Bosch Thermotechnik GmbH in Lollar-Mittelhessen

 
Beitrag von Martin Held
geschrieben am 28.10.2010 um 05:24 Uhr

Ich bin in meinen 19 Jahren als Betriebsrat viel rumgekommen. Die Bildungszentren in Sassel und Starnberg gehören zu den schönsten in Deutschland. Leider muß man feststellen, das was unsere Gewerkschaften nicht immer dass ist, was die Mitglieder unter Solidarität und Gemeinschaft verstehen. Jetzt wundert man sich wieso der Mitgliederschwund nicht abnimmt!

Deshalb ihr geschäftsführende Vorstände: kommt wieder zurück zu den Wurzeln der Gewerkschaftsarbeit und spielt nicht so ein Managergehabe. Dies erleben wir täglich in unseren Betrieben und brauchen dies nicht von unseren Vorständen auch noch. Wenn ihr wieder einmal versteht, dass unsere Mitglieder zum größten Teil aus einfachen Menschen besteht, die gehört werden wollen. Deshalb hört auf Bildungszentren die den Beitragszahlern ans Herz gewachsen sind zu schließen.

 
Beitrag von Dr. Dieter Eich
geschrieben am 27.10.2010 um 20:25 Uhr

Abschrift eines Briefes an den Förderkreis Sasel:

An Förderkreis für den Erhalt der Hamburger
Bildungsstätte des DGB Bildungswerks
Herrn Hans Mielke
Buddenkamp 2
49324 Melle

Datum: 25.10.2010

Sehr geehrter Herr Mielke,

als Verantwortlicher des Blogs http://foerderkreis-sasel.de, sind Sie vom DGB-Bildungswerk, mit Schreiben vom 15.10.2010, wegen ihrer rechtlichen Verantwortlichkeit über den vorgezeichneten Blog und einem darin veröffentlichten Text, der zugleich eine rechtswidrige Bedrohung und eine Nötigung enthält, abgemahnt worden.

Die genannte Seite war jedoch nicht nur persönlich beleidigend, sondern schadet nach wie vor dem DGB-Bildungswerk als Institution, indem sie Fakten zur Schließung von Tagungszentren des DGB Bildungswerks einseitig verzerrt wiedergibt. Ihr Wirken erscheint unter diesen Umständen dem Gedanken der offenen Streitkultur in den Seminaren des DGB Bildungswerks entgegengesetzt und führt sicherlich dazu, dass sich SeminarteilnehmerInnen vom Bildungswerk abwenden und verunsichert fühlen.

Das DGB Bildungswerk sieht sich daher veranlasst, Sie ab sofort und bis auf Weiteres nicht mehr als Honorarkraft in seinen Seminaren einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
DGB Bildungswerk BUND
(Unterschrift)
Dr. Dieter Eich
Geschäftsführer

Redaktionelle Anmerkung:
Dieser Brief von Dr. Dieter Eich ging dem Förderkreis bereits am 25.10.2010 gegen 14:32 Uhr vorab als Mail mit PDF Anlage zu.

2 Kommentare

 
Beitrag von Jutta Stockhoff
geschrieben am 27.10.2010 um 04:32 Uhr

Ich bin BR Vorsitzende im Betrieb Artland Convenience in Badbergen. Es kann nicht sein dass Sasel schließen soll. Es wird allgemein von Mitgliederschwund gesprochen aber bei solchen Aktionen packt man sich doch am Kopf. Gerade diese Seminare bestärken uns in das was wir tun.

Das Haus ist super geeignet für die Weiterbildung.

Das ganze Umfeld die Teamer und alle die dazugehören. Man fühlt sich dort wohl und gut aufgehoben man ist unter sich und das ist wichtig.

 
Beitrag von Gerhard Urban
geschrieben am 25.10.2010 um 15:33 Uhr

Ich finde die Bildungseinrichtung Hamburg Sasel als besonders gute Bildungseinrichtung für Betriebsräte. Die Ausbildungsqualität und die Referenten sind für mich das Beste was ich in meiner Ausbildung zum Betriebsrat erleben durfte. Ich werde auch weiterhin meine betriebsrätliche Bildung in Hamburg Sasel machen und hoffe, daß diese Bildungseinrichtung nicht geschlossen wird

Gerhard Urban

 
Beitrag von Dieter Klein
geschrieben am 22.10.2010 um 12:32 Uhr

In letzter Zeit ist es uns immer öfters aufgefallen, dass auch die Bildungsstätten der IGM überbucht sind. So müssen unsere Kollegen auf die umliegenden Hotels ausweichen. Vielleicht könnten hier ja Kapazitäten auf Bildungsstätten des DGB umgebucht werden um die Kollegen zu unterstützen. Auch stellt sich immer wieder raus, dass Gewerkschaften ein schlechter Arbeitgeber sind.

 
Beitrag von Michael Himstedt
geschrieben am 21.10.2010 um 18:11 Uhr

Ja, die Konkurrenz!

Was wäre der Kapitalismus ohne Konkurrenz – obwohl dieser auch mal zur Harmonie tendiert – leider nicht beim DGB.

Wollen wir die Hoffnung nicht aufgeben, denn die Privaten reiben sich die Hände. Aber nicht auf unsere Kosten.

UND, wer glaubt es wird UNS, den Arbeinehmervertretern, in Hotels das Leben schön gemacht, der hat noch nie ein Seminar in einer DGB-Bildungsstätte „mit uns voll durchgezogen“.

Nicht nur mal reinschauen und wech – nein, eine ganze Woche mit abendlicher Diskussion und auch dem gemütlichen Teil, so erfährt man erst einen Einblick.

Hier kann KEINER den DGB-Bildungsstätten in Starnberg und Sasel das Wasser reichen.

Darum ist es so wichtig, diese Häuser zu behalten.

Am Geld und der Auslastung kann es nicht nur liegen.

Es ist nur der sture Managergedanke, der kein ABER duldet und den offenen Austausch der Wahrheiten verachtet.

Mit kollegialem Gruß aus Sasel

Michael Himstedt
Betriebsrat CEVA-Logistics GmbH NL-Salzgitter

 
Beitrag von Aktiven des Förderkreises Sasel
geschrieben am 21.10.2010 um 17:24 Uhr

Der Beschluss des Vorstandes im DGB Bildungswerk trifft nicht nur Sasel, sondern auch die Bildungsstätte in Starnberg! Es ist wie ein Kahlschlag im Bereich der BetriebsräteQualifizierung, den die Verantworten nun anzurichten wünschen!

Für die Kolleginnen und Kollegen in Starnberg, ist dieser Beschluss sogar besonders perfide, denn nicht nur, dass sie bisher in der Gewissheit gewogen wurden, dass Starnberg auf jeden Fall eine gewerkschaftliche Bildungsstätte bleibe; diese Schließung ist auch deshalb vollkommen unnötig, da die IG Metall als Eignerin der Immobilie großzügiges Entgegenkommen bei den Pachtkosten schon signalisiert hat, wenn die Bildungsstätte erhalten bleibt.

Nur gemeinsam sind wir stark. Deshalb lautet unsere Losung nun auch:

Für den Erhalt aller Bildungsstätten des DGB Bildungswerks!
Sasel, Starnberg und auch Hattingen müssen bleiben!

Ein entsprechend angepasstes Formular, mit dem Du selbst Unterschriften sammeln kannst, findest Du im Download-Bereich unserer Seite.

1 Kommentar

 
Beitrag von Uwe Noll
geschrieben am 21.10.2010 um 13:21 Uhr

Mit offenbar leichter Hand werden hier von gewerkschaftlichen „Administratoren“ DGB – Basisaufgaben „mal eben“ aufgegeben, nämlich Schulung und Bildung von Betriebsräten.

Das kommt bei mir und auch unserem BR-Gremium so an, als wolle uns der DBG damit sagen, dass qualifizierte Betriebsratsarbeit eigentlich gar nicht mehr so wichtig sei – schließlich haben wir doch den sagenhaften „DGB-Rechtsschutz“, der wird’s dann schon richten…

Seit nunmehr 20 Jahren besuchen meine Kolleginnen und ich mehrfach jährlich DGB-Seminare in Starnberg und Sasel. Und das aus einem guten Grund: nämlich weil diese Seminare gut organisiert, aktuell und wichtig und vor allen dingen politisch sind.

Wollen die Verantwortlichen diesen enorm wichtigen Bildungsbereich der Strasse, sprich: den freien, gewinnstrebenden „GmbH&CoKG-Anbietern“ überlassen, die sich schon jetzt in froher Erwartung die Hände reiben?

Sind das eigentlich noch Kollegen , die solche Entscheidungen treffen?

 
Beitrag von Torsten Janke
geschrieben am 21.10.2010 um 12:27 Uhr

Sonntagsreden und Montagshandeln

Bildung ist wichtig

Doch das sollen dann Andere übernehmen.

Bildung ist die Grundlage für überlegtes Handeln.

Aber das scheint ja nun nicht mehr DGB Aufgabe zu sein.

Bildung ist ein Menschenrecht.

Wenn es dann konkret wird verabschiedet sich der DGB von den Häusern.

Bildung kostet, sie bringt aber viel ein.

Der DGB spart dennoch.

Bildung ist unsere Zukunft

Nur nicht mehr beim DGB.

Das weis eigentlich jeder-

Und in Sonntagsreden wird es auch hoch gehalten.

Doch Sonntagsreden sind nichts wert.

Wenn das Montagshandeln anders ist.

Zwischen Anspruch und Handeln klafft eine große Lücke.

Die Methodik in Sasel ist Super. Das ist anerkannt!

Trotzdem soll Sasel aufgegeben werden.

Das DGB Bildungswerk bindet auch nichtorganisierte an die Gewerkschaften.

Das wird dann nicht mehr stattfinden.

Die Atmosphäre im Haus ist super. Die Diskussionen abseits des Lehrplanes sind hilfreich.

In Hotelseminaren findet das so nicht mehr statt.

Die Kollegen und Kolleginnen in Sasel sind kompetent und nett.

Man freut sich jedes Mal auf einen neuen Aufenthalt.

In Hotels, aber auch in anderen Häusern der Gewerkschaft, ist das meiner Erfahrung nach nicht so.

Alles gute Gründe die wohl nichts mehr wert sind.

Hoffentlich kommt man an entscheidender Stelle zur Besinnung.

Mit solidarischen Grüßen
Torsten

 
Beitrag von Helmut Hammmerbauer
geschrieben am 21.10.2010 um 11:57 Uhr

Wenn man den Aufruf des DGB in NRW zur Demonstration am 13.Nov. ansieht, dann ist keine Silbe die Rede von den erwerbslosen Kollegen, von Hartz-IV u. ä.

Woran liegt das?

Die KollegInnen sind nicht in der Lage ohne verschärfte kritische und klassenorientierte Bildung in den Gewerkschaften die Notwendigkeit des konsequenten Zusammengehens zwischen den arbeitenden und arbeitslosen Teilen der Klasse zu erkennen!

Wir sind noch nicht in der Talsohle der Niederlage angekommen, wenn man sich den eigenen Ast, auf dem man sitzt, absägen will.

Deshalb: Lasst die Dummheit und gebt das Zurückweichen endlich auf!

 
Beitrag von Jürgen Szalies
geschrieben am 20.10.2010 um 19:43 Uhr

So sollte es nicht sein.

Hamburg Sasel und Starnberg sind die Galionsfiguren unter den Bildungsstätten. Sie sind für uns Betriebsräte mehr als nur „Kulturgut“ aus einer glorreichen Zeit der Mitbestimmung und der Arbeiterbewegung aus den früheren Jahren. Wo bleibt denn hier der verdammte Stolz, etwas bewegt zu haben. Wenn der DGB-Vorstand sich selber, und die Organisation nur noch als Wirtschaftsunternehmen sieht, dann ist doch hier einiges in Schieflage geraten!

Sind wir denn jetzt schon soweit, dass der DGB-Bildungswerk Vorstand mit alledem auch noch Profit erwirtschaften will? Und verschont mich mit Aussagen der Pachtvertrag in Sasel…., und der Pachtvertrag in Starnberg…..

In Sasel wurde ein Angebot gemacht womit man leben kann!!! Und das Haus in Starnberg gehört der IG Metall. Auch Sie könnten sich eine Lösung für den Erhalt von BR-Seminaren in Starnberg vorstellen. Alles kein Geheimnis!

Der DGB-Bildungswerk Vorstand will nur nicht, unter allen Umständen. Leute, das sind Funktionäre die andere Interessen haben wie wir. Es gab einmal eine Zeit, da habe ich an alles geglaubt was man mir an Kennzahlen an die Wand geworfen hat. Ich glaube spätestens jetzt, bin ich in der Realität angekommen. Einfach nur Bullshit (!), was hier passiert. „Macht doch um Himmelswillen nicht etwas kaputt, was über Generationen heilig gepflegt und weiter vererbt wurde.“

Erhaltet die Bildungsstätten HH-Sasel und Starnberg!

2 Kommentare

 
Beitrag von Elke Schwan
geschrieben am 20.10.2010 um 12:20 Uhr

Armes Deutschland,

so langsam habe ich das Gefühl, dass sich die Gewerkschaft mehr in Richtung der Regierung entwickelt und nicht mehr in Richtung der Bürger orientiert. So kann es schon nicht sein, dass eine Regierung die Rechte der Arbeitnehmer/Wähler immer mehr mit Füßen tritt und nun ist es die Gewerkschaft selbst, die den Arbeitnehmervertretern bzw. ihren Mitgliedern in den Betrieben den Nährboden für Wissen, Motivation und Rückhalt entzieht.

Ich sage nur:

Setzen 6 – Thema verfehlt!

Kann es sein, dass man je mehr man sich mit den Politikern abgibt mehr in deren Fahrwasser gerät und seine eigenen Ideale immer mehr vergißt. Vielleicht sollte für die Gewerkschaftsbosse mal ein Seminar mit dem Inhalt „Back to the Roots“ angeboten werden.

Meiner Meinung nach gehören die Bildungsangebote und Bildungsstätten des DGB zu den Besten für Arbeitnehmervertreter und es ist eine Schande, dass dem nun ein Riegel vorgeschoben werden soll.

Gerade diese Bildungsstätten stärken den Zusammenhalt unter den Betriebsräten, den Austausch über Probleme und Lösungen und kein Seminar, welches in schicken, mehrsternigen Hotels angeboten wird, kann dies ersetzen.

Und jeder, der denkt, Betriebsräte legen auf 4-Sterne, Pool, etc. während eines Seminars wert, täuscht sich gewaltig. Diese Marotte gehört den Arbeitgebern an und dort soll sie auch bleiben.

Wir Arbeitnehmervertreter (und ich hoffe, ich spreche da für alle BR´s) bilden uns für unsere KollegInnen und nicht um sich zu brüsten, dass man in der Hotelkette XY abgestiegen ist.

SASEL MUSS ERHALTEN BLEIBEN!!!

1 Kommentar

 
  




 
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