Blog für Unterstützerinnen und Unterstützer unseres Aufrufs ...


... hier kannst Du selbst etwas schreiben

Betriebsräte benötigen für ihre Arbeit Qualifizierung. Alle Beiträge auf dieser Seite entstanden im Kampf für den Erhalt der dafür wichtigen Bildungsstätten des DGB in Hamburg Sasel und am Starnberger See.

Für deren Schließung gab es keinen Grund, denn die Häuser waren sehr beliebt und schon deshalb gut belegt. Doch obwohl sich Tausende Betriebsräte für den Erhalt der Häuser einsetzten und alle Argumente der Schließungsbefürworter widerlegt werden konnten, zogen DGB-Vorsitzender Michael Sommer und sein Bildungswerk-Geschäftsführer Dr. Dieter Eich diese unbarmherzig durch.

Das letzte Seminar, das in den Häusern stattfand, endete am 25. November 2011. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist nun entlassen und die Häuser werden zum 31.12.2011 geschlossen.
Dieser Blog des Förderkreises Sasel wurde eingerichtet, um den Unterstützerinnen und Unterstützern unseres Aufrufes eine eigene Plattform zu geben.

Es ist dies also kein allgemeines Forum, wo auch alle anderen denkbaren Themen diskutiert und behandelt werden. Uns geht es mit diesem Blog um einen Austausch derjenigen, die sich für den Erhalt unserer Bildungszentren stark machen!

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Beitrag von Doris Buszell
geschrieben am 26.11.2010 um 08:30 Uhr

Bildung ja, aber nicht nur für eine bestimmte Kategorie Arbeitnehmer. Meine Erfahrung ergab, das meist nur Vorsitzende und höher gestellte Mitarbeiter in den Genuss der Weiterbildung kommen.

2 Kommentare

 
Beitrag von Martin Klein
geschrieben am 24.11.2010 um 23:10 Uhr

Bildungseinrichtungen der Gewerkschaften sind wichtig, um die KollegInnen sattelfest im Kampf gegen,dass Kapital zu machen.

Hier kann nicht gespart werden.

Mit solidarischen Grüßen
Martin Klein
ver.di / Landessprecher AG Betrieb&Gewerkschaft DIE LINKE Rhl-Pf

 
Beitrag von Astrid Loehnert
geschrieben am 24.11.2010 um 17:57 Uhr

Es kann nicht sein, dass die neue Situation der großen Bewegung in D über interne Kürzungen eingeschränkt wird.

 
Beitrag von Manfred Brauner
geschrieben am 24.11.2010 um 12:45 Uhr

Wer an der Bildung spart der spart am falschen Ende.

Manfred Brauner
IG BAU Bezirksvorstand Osnabrück-Emsland

 
Beitrag von Uwe Wypior
geschrieben am 24.11.2010 um 10:05 Uhr

Wer an der Bildung spart,

spart an den Grundpfeilern der Gewerkschaftsbewegung!

Betriebswirtschaftliche Kriterien dürfen nicht Prämisse haben, Bildungsarbeit ausbauen, sonst geht es in Graben !!

Uwe Wypior
ver.di OV Artland
Sprecher der LAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik Niedersachsen

2 Kommentare

 
Beitrag von Aktiven des Förderkreises Sasel
geschrieben am 22.11.2010 um 23:08 Uhr

Unwahrheiten auf der ganzen Linie:
Auch die behauptete Pachterhöhung für Hamburg Sasel war nie geplant!

Das heute verbreitete Info des Gesamtbetriebsrates (GBR) des DGB Bildungswerks hat es in sich. Denn kurz und knapp wird mit diesem Info ein ganz zentrales Argument von Bildungswerk GF Dr. Dieter Eich widerlegt. Der hatte bislang immer behauptet, dass die Hamburger Bildungsstätte auch deshalb geschlossen werden müsse, weil der Eigner der Immobilie eine Pachterhöhung vorsehe!

Der gültige Pachtvertrag laufe noch bis 2015 stellen die Betriebsräte des DGB Bildungswerks deshalb in ihrem Info nun klar. Dass mit dem Verpächter der Immobilie, der Familie Schnabel, „zu keinem Zeitpunkt konkret über die Pachthöhe … gesprochen“ worden sei, habe nun zudem ein Telefonat des GBR mit dem Verpächter ergeben!

Erneut wird damit die Argumentationslinie von Bildungswerk GF Dr. Dieter Eich gründlich durcheinander gebracht: Hieß es zunächst, dass Sasel geschlossen werden müsse, da der Eigner des Grundstücks eine Verlängerung des Pachtvertrages ausschließe, wurde dann, nachdem diese Behauptung widerlegt worden war, die angebliche Pachtzinserhöhung nachgeschoben. Doch ahnlich wie in Starnberg, wo dieser Schwindel bereits vor einigen Tagen durch die IG Metall aufgedeckt wurde, scheint das auch für Hamburg eher herbei geredet worden zu sein!

Die Betriebsräte haben deshalb nun beschlossen künftige Gespräche direkt mit dem Vorstand des DGB Bildungswerks, darunter auch mit der DGB-Vize-Vorsitzenden Ingrid Sehrbrock, zu führen. Ein erster Termin, an dem dann auch die stellvertretende NGG Bundesvorsitzende Michaela Rosenberger teilnehmen wird, ist nun schon für den 03. Dezember geplant.

Das Ziel bestünde darin einen „verbindlichen Restrukturierungsplan zur nachhaltigen Sicherung eines wettbewerbsfähigen Seminarangebots in eigenen Häusern“ zu diskutieren, so hieß es dazu schon in einer Stellungnahme vom 20. November. In dieser hatten sich die Betriebsräte mit einigen weiteren Argumenten der GF auseinandergesetzt. Dass Dieter Eich für konstruktive Gespräche nicht der geeignete Partner ist, wird auch in diesem Dokument mehr als deutlich.

Die beiden Infos könnt ihr hier im Original nachlesen:

GBR-Info 3/2010 und Stellungnahme zu Argumenten des GF Dieter Eich.

 
Beitrag von Tommy Baer
geschrieben am 22.11.2010 um 08:10 Uhr

Mit großem Interesse habe ich die Stellungnahme des Koll. Bertin Eichler (IG Metall) als Eigentümer der Tagungsstätte Niederpöcking, gelsen.

Wenn Dr. Dieter Eich (ich kann ihn nicht als Kollegen bezeichnen) als Geschäftsführer des DGB Bildungswerkes dem DGB Vorstand bezüglich der Gebäudepachten und der Renovierungskosten die Unwahreit berichtet, sollte der Vorstand des DGB nach meiner Ansicht, auch vorsichtig mit ansonsten noch berichteter Zahlen umgehen. Denn Kollege Sommer „Wer einmal Lügt dem glaubt man nicht“, sagt schon ein altes deutsches Sprichwort, dass in diesem Fall besondere Anwendung findet. Denn als ein Mensch, der sich Tag täglich mit Zahlen der Wirtschaft und des Controlling auseinandersetzt, wie ich, kann ich Dir Kollege Sommer nur den Rat geben; bevor du die veröffentlichten Zahlen glaubst, prüfe sie selbst oder lasse sie von Unabhängigen auf Herz und Nieren prüfen, denn durch falsche Zahlen ist schnell viel Porzelan zerschlagen aber das Kitten fällt schwer.

Mit kollegialem Gruß
Tommy Baer

Redaktionelle Anmerkung:
Dieser Beitrag wurde mit einem Nicknamen bzw. Pseudonym veröffentlicht. Diese Möglichkeit bieten wir Beschäftigten des DGB Bildungswerks – fest angestellten, wie Honorararbeitnehmern und auch ihren Angehörigen – damit sie keine arbeitsrechtlichen Repressionen befürchten müssen. Der Wunsch unter einem solchen Nicknamen zu veröffentlichen, kann im Eingabe-Formular vermerkt werden.
Euer Webmaster dieser Seite des FK Sasel

 
Beitrag von Katharina Schreiter
geschrieben am 22.11.2010 um 08:05 Uhr

Liebe Kollegen und Kolleginen,

Danke für die Info-Mail. Ich hoffe sehr, dass uns die DBG – Bildungsstätten erhalten bleiben!

Katharina Schreiter

 
Beitrag von Helmut Ingelsberger
geschrieben am 22.11.2010 um 07:26 Uhr

1. Die DBG-Bildungsstätten müssen erhalten bleiben. Ich will kompentente Seminare und in geeigneter Atmosphäre auch bei einem Bier mit den Kollegen diskutieren.

Ich will nicht in die Piano Bar im Hotel.

2. Ich finde es bemerkenswert, wie sich auch Gewerkschaftsfunktionäre verhalten, wenn sie sich in einer Arbeitgeberrolle wiederfinden.

Wenn das, was ich hier lese, nur zur Hälfte stimmt, sollten Sie sich schämen Herr Eich.

Helmut Ingelsberger
stellv. BR-Vorsitzender
HELIOS Klinikum Schwelm

 
Beitrag von Michael Scheidler
geschrieben am 21.11.2010 um 12:12 Uhr

Ich halte es für sehr fragwürdig, wenn die Gewerkschaften, bzw. deren Dachverband, Bildungsstätten schießen. Nur gut ausgebildete Gewerkschafter sind gute Vertrauensleute und Betriebsräte.

 
Beitrag von Hans Mielke / Interview mit der Tageszeitung Junge Welt
geschrieben am 20.11.2010 um 15:00 Uhr

»Irgendwann muß der DGB ein Machtwort sprechen«
Gewerkschafter protestieren gegen Schließung von zwei Bildungsstätten. Ein Gespräch mit Hans Mielke

Hans-MielkeHans Mielke ist Sprecher des Förderkreises Sasel

Das DGB-Bildungswerk will zwei seiner drei Bildungsstätten schließen. Betroffen sind die Standorte in Hamburg-Sasel und im oberbayerischen Starnberg-Niederpöcking. Womit begründet die Geschäftsführung die Schließung?

Angeblich sollten die Pachtzinsen erhöht und umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen werden. Die Geschäftsleitung argumentierte, daß sie kein Geld in Objekte stecken wolle, die dem Bildungswerk nicht gehören.

Fakt ist aber, daß die Pacht in Niederpöcking gar nicht erhöht wird. Die IG Metall ist Eigentümerin, ihr Vorstand will auch die Renovierungskosten bezahlen. Auch in Sasel wird keine höhere Pacht verlangt, die Betriebsratsvorsitzende hat eine entsprechende Zusage des Eigentümers erhalten. Die offizielle Begründung für das Ende der beiden Bildungsstätten basiert also auf Unwahrheiten.

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2 Kommentare

 
Beitrag von Beate Nölle
geschrieben am 20.11.2010 um 14:23 Uhr

Über die bevorstehende Schließung des DGB Bildungszentrum in Sasel bin ich sehr unglücklich. Ich denke um umfassend informiert, wenn nicht sogar ausgebildet zu werden, ist es unerlässlich gezielt und umfassend geschult zu werden. Damit dies an die Mitarbeiter, die uns gewählt haben, dementsprechend auch vertrauensvoll und detailliert weiter gegeben werden kann, benötigen wir spezifische , inhaltlich fundierte Weiterbildung, die uns auch vor dem AG bestehn läßt. Fachspezifische Aus- und Weiterbildung sind wichtige Grundlagen dazu.

Sasel war bisher eine der ersten Adressen, die uns dieses Grundlagenwissen einwandfrei vermittelt hat. Die Mitarbeiter vor Ort haben uns mit ihren Erfahrungen und Wissen zu jeder Zeit der Ausbildung mit all unseren Fragen und Unwissen zur Seite gestanden und uns auf unsere Betriebsarbeit außerordentlich gut vorbereitet. Ich wünsche mir für die Zukunft weiterhin eine so gute, fundierte Ausbildung vor Ort für alle neuen und alten BR Mitglieder an dieser Ausbildungsstelle und wünsche ausdrücklich eben diese zu erhalten.

Beate Nölle
Betriebsrätin IB Soziale dienste GmbH

 
Beitrag von Volker Consoir
geschrieben am 19.11.2010 um 22:39 Uhr

Wenn wir die politische Bildung mehr und mehr externen Anbietern überlassen, dann wird unsere Arbeit in den Betrieben und mit unseren Funktionären nicht leichter. Betriebsräte und Mitglieder brauchen eine gewerkschaftliche und praxisnahe Bildung, mit dem Bezug zum wahren Leben. Was wäre eigentlich Sasel ohne Dreischritt?

Volker Consoir
Sekretär/IG Metall Düsseldorf-Neuss

 
Beitrag von Harry Hoppe
geschrieben am 19.11.2010 um 19:39 Uhr

Gegen die „filetierung“ beim DGB.

 
Beitrag von Jürgen Flügge
geschrieben am 19.11.2010 um 16:07 Uhr

Wem nützt die Schließung von DGB-Bildungsstätten. Den Arbeitgebern! Denn gut informierte BR’s und ihre Belegschaften treten der maßlosen Profitgier von Managern entgegen. Es ist wichtig, in diesem Zusammenhang die Frage zu stellen, wer die Macht in „diesem, unserem“ Lande hat und wie die Profite gerecht verteilt werden können.

 
Beitrag von Kai Froeb
geschrieben am 19.11.2010 um 14:49 Uhr

Ich lese vom DGB Bildungswerk Management die Stellungnahme, dass das Handeln des DGB BW GBRs und des Unterstützerkreis negative Werbung seien, die zukünftige Kursbesucher abschrecken. Meines Erachtens ist das Gegenteil der Fall: was ist von einem Bildungswerk für Betriebsräte zu halten, das nicht selbst umsetzt was es lehrt? Je erfolgreicher der GBR bei der Berücksichtigung der Interesse der Referenten, destso überzeugendere Werbung ist dies für das Bildungswerk. Umgekehrt umgekehrt. Und ein Management das so engagiert gegen seinen GBR ankämpft ist selbst nicht unbedingt eine Empfehlung für den Inhalt Betriebsratsqualifizierung, oder?

Alles Gute
Kai

 
Beitrag von Helmut Wagner
geschrieben am 19.11.2010 um 14:34 Uhr

Alle Welt ruft nach Bildung und Bildung bringt Integration. In Gewerkschaftshäusern, wie die zur Schließung vorgesehenen, ist Bildung die beste Möglichkeit, Selbst-Bewußtsein und dadurch Rückgrat zu formen, ohne die Gewerkschafts-forderungen nicht durchgesetzt werden können. Die Stätten sind deshalb unverzichtbar.

Helmut Wagner
DGB-Rechtssekretär i.R.
VGB-Vorstandsmitglied
(Verband der Gewerkschaftsbeschäftigten)
ver.di OV-Vors. Fb 8 Altötting

 
Beitrag von Henning Lange
geschrieben am 19.11.2010 um 10:10 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die hier und in einigen Medien veröffentlichten Informationen zu den Aktivitäten der Geschäftsleitung des DGB-Bildungswerks gegenüber seinen freiberuflich tätigen MitarbeiterInnen sind schlicht beschämend. Die besondere arbeitsrechtliche Situation dieser Kolleginnen und Kollegen wird ausgenutzt um ihnen einen Maulkorb zu verpassen. An anderer Stelle würden engagierte Gewerkschafter von Erpressung sprechen.

Nach den nun auch bekannten Positionen von IGM und NGG, zu den Einrichtungen in Sasel und Starnberg, bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass die Geschäftsleitung des DGB-Bildungswerk mit gezinkten Karten spielt. Warum gibt es keine Reaktion aus dem DGB-Bundesvorstand? Letztendlich geht es auch um das Ansehen des DGB, seiner Einzelgewerkschaften und uns Mitglieder. Unter der Verantwortung des DGB-Bundesvorstands sollte es zu einer Moderation und neutralen Prüfung der Vorschläge der Kolleginnen und Kollegen der Bildungseinrichtungen kommen.

Nach dem Motto – „Wasch mir den Pelz und mach mich nicht nass!“ – wird es jedoch nicht funktionieren, liebe Kolleginnen und Kollegen im DGB-Bundesvorstand. Die breite Unterstützung für den Erhalt der Bildungseinrichtungen sollte dafür ein unmissverständliches Votum sein.

 
Beitrag von Angela Ruttig
geschrieben am 19.11.2010 um 07:02 Uhr

Meine Solidarität gilt allen ReferennInnen, die dies Papier nicht unterschreiben. Wenn im nächsten Jahr aufgrund von Referentemangel ein Seminar, an dem ich teilnehmen wollte, nicht stattfinden kann, bin ich nicht ihnen böse, den der Fisch stinkt vom Kopfe her.

Ich würde mir aber sehr wünschen, dass auch die anderen Gewerkschaften zu dieser untragbaren Situation Stellung beziehen.

Angela Ruttig
BR Vorsitzende
Solvis GmbH &Co KG
Mitglied der Delegiertenversammlung
IG Metall Verwaltungstelle BS

 
Beitrag von Manuela Kosczowsky-Thiel
geschrieben am 19.11.2010 um 04:40 Uhr

Es wäre schade, wenn ich nach der Schließung von Sasel auf Seminare, und damit auf Weiterbildung, verzichten müsste. Für mich kommt nur Hamburg für Schulungen in Frage und in Hotels werde ich nicht meine Zeit absitzen…

 
Beitrag von Bettina Reckert
geschrieben am 18.11.2010 um 22:53 Uhr

Nach diesem „Maulkorberlass“ kann mensch wohl jeden Beitrag hier im Blog verstehen, der sich Gedanken darüber macht, ob es sich noch lohnt, seine Bildung beim DGB Bildungswerk zu vertiefen. Ob hier noch die teilnehmerorientierte, kritische, streitende Bildung vermittelt wird, die wir Betriebsräte brauchen, um im Haifischbecken des Kapitalismus und der Arbeitgeber die bestmögliche Interessenvertretung für unsere Belegschaften um- und durchzusetzen.

Ich glaube – JA! Diese Bildung wird trotz – oder gerade wegen dieses „Maulkorberlasses“ durch die ReferentInnen und TeamerInnen auch weiterhin geboten. Da bin ich mir ganz sicher.

Deshalb stimme ich auch völlig mit den Kommentaren von „Marie“ überein:

Wenn wir alle Sasel und Starnberg erhalten wollen, dann müssen mehr Teilnehmer zu den angebotenen Seminaren dort fahren / kommen, als je zuvor. Nicht weniger.

Dafür sollte mensch aber vielleicht überlegen, ob mensch unbedingt die Angebote des DGB Bildungswerkes „On Tour“ nutzen muss – also die, wo mensch jetzt schon in Hotels untergebracht ist – sei z.B. Timmendorf auch noch so schön.

So lange es Bildung in Sasel und Starnberg gibt – lasst Sie uns nutzen!

Denn spätestens dann wird eine weitere Aussage von Dr. Dieter Eich ad absurdum geführt: dass das Bildungswerk sich Sasel und Starnberg nicht mehr leisten könne, weil die Teilnehmerzahlen dramatisch nachgelassen hätten.

Lasst es uns diesen „Entscheidern“ beweisen, dass wir es besser wissen und besser wollen!

Solidarische Grüße mit allen Häusern der gewerkschaftlichen Bildung

Bettina

 
Beitrag von Wolfgang Trüdinger
geschrieben am 18.11.2010 um 21:44 Uhr

Unglaublich, beschämend und empörend.

Hier gehört oben aufgeräumt. Solche Leute wie der Hr. Dr Eich schädigen den Ruf unserer Gewerkschaften. Dieser Mann hat die Realität zur Basis vollständig verloren.

Lügen, Drohungen, Kündigungen, keine freie Meinungsäußerungen, das sind regierende Politikermachenschaften in Berlin bzw. Arbeitgebergebahren. In dieser Gesellschaft reiht sich der Hr. Eich nahtlos mit ein. Deshalb muss er von seinem Amt enthoben werden und das ganz schnell.

Ich stehe mit meinen Namen und in meiner Funktion für den Erhalt von Hamburg Sasel, ohne Dr. Eich.

Wolfgang Trüdinger
Betriebsrat und VK-Leiter

 
Beitrag von Dieter Posner
geschrieben am 18.11.2010 um 19:27 Uhr

Ich habe das DGB Bildungswerk immer gegenüber anderen Bildungsträgern vorgezogen.

Die Basisnähe, der Anspruch, arbeitnehmer- und gewerkschaftsnahe Bildungsangebote zu machen und selbst danach zu leben uns letztendlich Vorbild gegenüber anderen Bildungsanbietern, was sowohl seine Beschäftigten als auch die Teilnehmer betrifft, schienen mir eine echte Alternative zu sein.

Wenn das alles zukünftig keine Grundwerte mehr sein sollten – was soll ich dann noch beim DGB Bildungswerk?

Es wird Zeit, dass sich die Geschäftsführung des BW wieder auf die eigentlichen Grundwerte der politischen als auch arbeitnehmerrechtlichen besinnt und diese auch lebt – sonst muss ich mich und auch meine Kolleginnen und Kollegen nach anderen gewerkschaftlichen Angeboten umsehen!

Wenn das Dr. Eich will – dann steht er kurz vor dem Erfolg!

1 Kommentar

 
Beitrag von Sigi Thielen
geschrieben am 18.11.2010 um 18:12 Uhr

Nochmal hallo zusammen,

wenn ich mir dieses ganze Szenario so angucke, fällt mir ein, lasst uns die Akte schließen…. und zwar die Personalakte von Dr. Dieter Eich. Der Vorstand des DGB kann doch nicht ernsthaft an solchen Leuten wie Dr.Eich festhalten. Dem ich auch auf diesem Wege das vertraute Gewerkschaftliche Du entziehe. Welches wir vor ca zwei Jahren noch bei einer kleinen Diskussion im Speisesaal in Sasel pflegten, übrigens über die Vorzüge von Sasel. Mein lieber Kollege Jürgen Kraack saß mit am Tisch. bei leckerem Abendessen, wie üblich in Sasel. Nach getaner Arbeit versteht sich, und wie immer nach einem erfolgreichen Tag. Lasst uns weiter um Sasel und Starnberg erfolgreich kämpfen.

Mit Kollegialen Grüßen von Sigi aus Duisburg

 
Beitrag von Marion Bentin
geschrieben am 18.11.2010 um 15:36 Uhr

Habe gerade den neuesten Newsletter und den taz-Artikel gelesen und bin schockiert und empört!

Dass der DGB als Arbeitgeber nicht einfach ist, weiss ich schon länger, aber das Verhalten von Eich & Co. schlägt dem Fass den Boden aus !!

Gottseidank hat meine Gewerkschaft, die IG Metall, einige Unwahrheiten zurückgewiesen, sonst würde ich anfangen, an den Gewerkschaften zu zweifeln …

Und Jens Gäbert, den Anwalt des Betriebsrats von Sasel und des Gesamtbetriebsrates, kenne ich persönlich, u.a. von hervorragenden Seminaren in Hamburg Sasel (!!), da bin ich voller Hoffnung, dass dieses dreiste, undemokratische und gewerkschaftsschädigende Verhalten der Verantwortlichen für die drohende Schließung zurückgewiesen werden kann.

Weiterhin meine volle Unterstützung und Solidarität für Euren Widerstand !!

Gruß Marion Bentin

 
Beitrag von Labournet Germany
geschrieben am 18.11.2010 um 15:36 Uhr

So berichtet das bundesweit tätige Netzwerk LabourNet.de Germany heute vom Maulkorberlass der Geschäftsführung gegenüber Referentinnen und Referenten sowie allen Teamern im DGB Bildungswerk:

neu im LabourNet Germany am Donnerstag, 18. Oktober 2010:

Tagungsstätte Hamburg-Sasel: Aufstand gegen die DGB-Bosse

a) Sparprogramm beim DGB-Bildungswerk: Maulkorb für Referenten

Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes will Dozenten
disziplinieren, die gegen die Schließung des Standorts Hamburg-Sasel
protestiert hatten. Die IG Metall stellt sich auf die Seite der Kritiker.
Artikel von Kai von Appen in der TAZ-Nord vom 17.11.2010
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/maulkorb-fuer-referenten/

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Beitrag von Michael Himstedt
geschrieben am 18.11.2010 um 15:00 Uhr

Hallo Ihr lieben GUTEN,

nun müsste man eigentlich die schon gebuchten Seminare komplett absagen…. – und das sind für 2011 schon etliche.

Mit kollegialem Gruß

Michael Himstedt

Betriebsrat Salzgitter
Gesamtbetriebsrat/Ausschuss
GBR EDV Ausschuss
GBR Wirtschaftsausschuss

1 Kommentar

 
Beitrag von bayrischen Kolleginnen und Kollegen aus dem Umfeld der NGG ..
geschrieben am 18.11.2010 um 14:57 Uhr

Dieser Tage kam es vor dem Bildungszentrum in Starnberg zu einer ersten Protestdemonstration gegen die Schließungspläne der Geschäftsführung des DGB Bildungswerks.

Die Kolleginnen und Kollegen aus der Tagungsstätte freuten sich natürlich sehr …

Den Anlass für die Aktion bildete eine mehrtätigige Sitzung des Gesamtbetriebsrates des DGB Bildungswerks in ihrem, in unserem Haus … und zu der wurde dann auch Dr. Dieter Eich erwartet …

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Schaue Dir die weiteren Bilder an!

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Beitrag von Peter Enders
geschrieben am 18.11.2010 um 13:49 Uhr

Hallo *,

dass es nur ganz wenige demokratisch gesinnte Menschen gibt, wird erneut deutlich. Die Assoziation zum Grundgesetz hatte ich auch – außer dem werde ich an die Zeit erinnert, wo der Briefträger nicht in einer ungeliebten Partei sein durfte.

Lasst Euch nicht kleinkriegen!

Peter

 
Beitrag von Uwe Gratzky
geschrieben am 18.11.2010 um 11:52 Uhr

Hallo Zusammen,

Wer für den Erhalt der Bildungsstellen von Sasel und Stanberg kämpft der kämpft auch für Politische Bildung und damit auch für den Erhalt der Gewerkschaften.

Die Macht der Medien tut das Ihre zur Vernichtung der Sozialen Gedanken. Bei Seminare im DGB bekommt man die Augen geöffnet und bekommt auch einen anderen Blick bei gebracht und den Sozialen Gedanken vermittelt.

Seminare und damit Bildung ist die Grundlage einer Demokratie und einer Sozialen Gesellschaft dass sollten wir nie aufgeben!!

Ich drücke Euch die Daumen und freue mich auf dass nächste Seminar bei Euch

Uwe Gratzky
Stellv. BR-Vors. von Bosch-Rexroth

 
Beitrag von Betriebsrat bei Danone in Rosenheim
geschrieben am 18.11.2010 um 07:38 Uhr

Wir waren spontan bei den Kollegen in Niederpöcking um den Kollegen unsere Solidarität zu zeigen.

Ich fühle mich sehr wohl in meiner NGG.

Die Bildungsstätten geben uns Identität und Heimat. Sollten sie wegfallen sind wir nur noch eine anonyme Interessenvertretung wie z.B. ein Verkehrsclub. Da wir aber Menschen sind die eine Heimat brauchen sollten wir an „unseren“ Häusern unter allen Umständen festhalten.

Bernhard Weißenbacher

 
Beitrag von Britta Cartarius
geschrieben am 18.11.2010 um 06:18 Uhr

Zur Stellungnahme der NGG sage ich nur Bravo. Im Übrigen werde ich die verlangte Erklärung für Referenten und Teamer in Sasel nicht unterschreiben, egal was eine Diskussion ergibt. Ich lasse mir keinen Maulkorb anlegen. Des Weiteren bin ich durchaus in der Lage zu entscheiden, was ich weitergebe, insbesondere was den Bildungsstätten schaden würde. Die Reaktionen des Bildungswerkes sind durchaus aus der Vergangenheit bekannt und haben sich im Laufe der Jahre nicht geändert. Damals habe ich mir nicht den Mund verbieten lassen und heute wird es ebenso sein, ich könnte mich sonst weder im Spiegel ansehen, noch meine Arbeit weiter tun.

Gruß

Britta

 
Beitrag von Hauptvorstand der Gewerkschaft NGG
geschrieben am 17.11.2010 um 23:00 Uhr
Stellungnahme des Geschäftsführenden Hauptvorstandes der Gewerkschaft NGG zu den geplanten Schließungen der DGB-Bildungsstätten Niederpöcking und Sasel NGG-Logo

Kahlschlag auf Raten geplant?

Die Geschäftsführung des DGB-Bildungswerkes hat am 6. und 7. Oktober 2010 den Beschäftigten der Bildungszentren in Starnberg und Hamburg-Sasel mitgeteilt, dass die Schließung der bekannten Häuser für Arbeitnehmerbildung zum 31.12.2011 geplant ist.

Die Gewerkschaft NGG ist die Interessenvertretung des hauswirtschaftlichen Personals der Häuser und Tarifpartner des DGB-Bildungswerkes.

Aus Sicht der Gewerkschaft NGG versucht die Geschäftsführung des DGB-Bildungswerkes, die Verantwortung für den Schließungsbeschluss auf die Pächter zu verlagern und diese für die eigene Entscheidung verantwortlich zu machen. Dies ist ein durchschaubares Ablenkungsmanöver.

Die Geschäftsführung des DGB-Bildungswerkes hat es versäumt, die weithin bekannten Angebote der Bildungszentren, für Sasel zum Thema Arbeitsrecht, für Starnberg zum Thema Sozialrecht und für Hattingen Themen der gesellschaftlichen Entwicklung, zeitgemäß weiter zu entwickeln, und damit eine stärkere Auslastung der Häuser zu erreichen und so einen geringeren Zuschussbedarf möglich zu machen.

Die Geschäftsführung des DGB-Bildungswerkes hat es weiter versäumt, zukunftsgerechte Angebote zu machen, um damit eine bessere Nutzung der Bildungsangebote des Bildungswerkes zu erreichen.

Auch Kooperationen mit den Einzelgewerkschaften sind nicht in ausreichendem Maße entwickelt worden, um eine bessere Auslastung der DGB-Bildungszentren zu erzielen.

Und weiterhin hat die Geschäftsführung des Bildungswerkes nicht in ausreichendem Maße dafür gesorgt, die „Hardware“ der Bildungszentren dem veränderten Bedarf anzupassen.

Auch in der Arbeitnehmerbildung gilt: Bildung braucht Heimat und ist nicht in beliebigen Hotels durchzuführen!

Die Gewerkschaft NGG setzt sich dafür ein, dass die Bildungszentren Hamburg-Sasel und Starnberg nicht geschlossen werden und eine zeitgemäße Weiterentwicklung des DGB-Bildungswerkes stattfindet.

Wir befürchten gravierende Folgen durch die Schließung der zwei von drei Bildungszentren. Dabei geht es nicht nur um die 60 Arbeitsplätze, die direkt wegfallen würden, sondern auch um eine Situation, die von privaten Anbietern genutzt wird und den Interessen der gewerkschaftlichen Bildung nicht dienen kann.

Die Angebote des DGB-Bildungswerkes verlieren durch die zu befürchtende Beliebigkeit in Hotels ihre Heimat und damit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber kommerziellen Anbietern.

Wir werden unsere Kolleginnen und Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Sterben auf Raten unterstützen und fordern alle Betriebsräte und Gewerkschaften auf, dies ebenfalls zu tun.

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Hauptverwaltung
Haubachstraße 76
22765 Hamburg

Das Original dieser Stellungnahme, die uns am 17.11.2010 erreicht hat, kannst Du dir hier als PDF-Datei herunterladen. Den dazu gehörigen Begleitbrief der stellvertretenden NGG-Bundesvorsitzenden Michaela Rosenberger, kannst Du hier lesen.

 
Beitrag von Kalle kratz sich am Kopp
geschrieben am 17.11.2010 um 17:30 Uhr

Irgendwo habe ich mal gelesen:

„Art. 5 [Recht der freien Meinungsäußerung]

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Ich glaube, das war in Deutschland. In irgend einem Gesetz.

Doch welches war es??

Redaktionelle Anmerkung:

Dieser Beitrag wurde mit einem Nicknamen bzw. Pseudonym veröffentlicht. Diese Möglichkeit bieten wir Beschäftigten des DGB Bildungswerks – fest angestellten, wie Honorararbeitnehmern und auch ihren Angehörigen – damit sie keine arbeitsrechtlichen Repressionen befürchten müssen. Der Wunsch unter einem solchen Nicknamen zu veröffentlichen, kann im Eingabe-Formular vermerkt werden.
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Beitrag von Kai von Appen / taz nord
geschrieben am 16.11.2010 um 23:03 Uhr
[taz nord vom 17.11.2010] taz-logo

Verstoß gegen die eigenen Grundsätze

Die Betriebsräte sind diejenigen, die neue Mitglieder werben könnten

Es ist schon ein Armutszeugnis, wie der DGB zurzeit mit dem Bildungsbereich für Betriebsräte verfährt. Sicher: Es mag Sachzwänge geben. Die Gewerkschaften haben einen Mitgliederrückgang und damit auch schwindende Einnahmen zu verzeichnen und müssen sparen. Doch gerade dann ist es politisch das falsche Signal, wenn die Betriebsratsqualifizierung gekillt und die Belegschaftsvertreter im Norden zu anderen Trägern getrieben werden. Sind doch gerade die Betriebsräte diejenigen, die neue Mitglieder werben könnten.

Aber noch fataler ist das Procedere. Da wird der Betriebsrat der Tagungsstätte Hamburg-Sasel nicht in Entscheidungsprozesse eingebunden, wie es eigentlich gewerkschaftlicher Anspruch sein sollte, und vor vollendete Tatsachen gestellt. Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte werden ausgehebelt, als wäre das, was in Hamburg-Sasel gelehrt wird, eigentlich Schall und Rauch.

Redaktionelle Anmerkung:
Dieser Kommentar von taz-Redakteur Kai von Appen wurde in der heutigen Printausgabe der taz-nord veröffentlicht. Um auch den langen Hauptarktikel aus der Zeitung zu lesen, der heute erschien, klicke auf das folgende Zeichen:

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Beitrag von Gesamtbetriebsrat der Beschäftigten im DGB Bildungswerk (GBR)
geschrieben am 16.11.2010 um 23:02 Uhr

GBR-Info-BildSonderinfo

Wir informieren die
Beschäftigten des DGB
Bildungswerks

Vertrauen und Meinungsstreit statt Bekennertum

GBR zu einer von der GF verlangten „Erklärung“ freiberuflicher MitarbeiterInnen

Die ReferentInnen und TeamerInnen des Bereichs Betriebsrätequalifizierung sind am 12.11.2010 von der Geschäftsführung* schriftlich aufgefordert worden, eine „Erklärung“ zu unterschreiben. Damit verpflichten sie sich, im Zusammenhang mit der Schließungsdiskussion drei Regeln in den von ihnen geleiteten Veranstaltungen zu beachten. So sollen sie keine Werbung für den „Förderkreis Sasel“ betreiben sowie bei Nachfrage auf GBR und GF-Informationen zur „Standortverlagerung“ verweisen. Im Zusammenhang mit dieser Verlagerung sollen sie sich drittens auf die Auskunft beschränken, „dass das BW Anzahl und Themen der Betriebsräteseminare im gleichen Umfang fortführ(t)“.

Man mag die dreifache Verhaltensanforderung für marginal, sie aus dem Blickwinkel der Geschäftsführung gar für akzeptabel halten, der Bekenntniszwang, der den freiberuflichen MitarbeiterInnen damit auferlegt wird, ist es nicht. Er produziert bzw. vertieft Vertrauensrisse im DGB Bildungswerk zwischen freiberuflich Beschäftigten und dem fest angestellten Personal. Darüber hinaus lässt er Mei¬nungsstreit zur Loyalitätspflicht, die engagierte Überzeugung zum hohlen Zwang verkommen. Denn die Angesprochenen sollen sich auch vom Förderkreis distanzieren, den die „Erklärung“ als Übeltäter charakterisiert, der falsche Informationen verbreite und indoktrinierend wirke. Weshalb die „Pflege der Streitkultur und Diskurses“, die in den einleitenden Worten der Erklärung als wesentliches Merkmal von Veranstaltungen des DGB Bildungswerks ausgewiesen wird, im eigenen Verhalten der GF derart eilfer¬tig preisgegeben wird, ist uns ein Rätsel. Woher die Angst vor TeamerInnen, dass die GF meint, sich von ihnen eine Erklärung unterschreiben lassen zu müssen?

Wer politisch-moralisch im Recht ist, kann in machtbasierten Auseinandersetzungen gleichwohl unterlegen sein. Deshalb können wir den von der GF angesprochenen KollegInnen nicht empfehlen, die Unterschrift unter die Erklärung zu verweigern. Allerdings lassen wir keinen Zweifel daran, dass der GBR die hier beschriebene Maßnahme ebenso verurteilt wie sonstige Drangsalierungen und Sanktionen gegenüber TeamerInnen/ReferentInnen des DGB Bildungswerks, die sich für den Erhalt des Tagungszentrums Hamburg-Sasel engagieren. Bisheriger Höhepunkt dieses Vorgehens ist der Auftragsentzug für Hans Mielke. Der GBR wendet sich entschieden gegen diesen Umgang mit missliebigen KollegInnen und fordert die Geschäftsführung auf, die Sanktionen zurückzunehmen und zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückzukehren.

Die von der GF geforderte „Erklärung“ fügen wir zur Information der GBR-Info bei.

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* Auch wenn der Begleitbrief zur Erklärung von MitarbeiterInnen des BRQ-Bereichs unterzeichnet wurde, gehen wir mit Blick auf die Briefkopfzeilen wohl nicht fehl in der Annahme, dass der eigentliche Absender die Geschäftsführung ist.

 
Beitrag von Geschäftsführung des DGB Bildungswerks: Zwangserklärung für ReferentInnen und Teamer
geschrieben am 16.11.2010 um 23:01 Uhr

Alle im Hamburger Tagungszentrum des DGB Bildungswerks tätigen Referentinnen und Referenten sowie weitere Seminarmitarbeiter und Teamer erhielten am gestrigen Dienstag Post.

Man möchte „sicherstellen, dass sowohl Teamer, wie auch die ReferentInnen, die in der beigefügten Erklärung erklärten Ziele des DGB Bildungswerks … in den Seminaren vertreten“
heißt es in einem Begleitschreiben zum Meinungsdiktat, das nun verhängt werden soll..

Wir dokumentieren die Erklärung, die künftig unterschrieben werden soll, hier im Wortlaut.

Abschrift: Folgende Erklärung sollen beim DGB Bildungswerk tätige Referentinnen und Referenten sowie Seminarmitarbeiter künftig unterschreiben:

Erklärung

„Die Seminare und Veranstaltungen des DGB Bildungswerk haben, als ein wichtiges Wesenselement für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit, die Pflege der Streitkultur und Diskurses. Nichts ist schädlicher in diesem Kontext als die einseitig politisch motivierte, verengte Darstellung von Inhalten und Absichten. Deshalb macht es uns besonders betroffen, wenn die einseitige und inhaltsverzerrte bis falsch wiedergebende Informationspolitik durch die Internet-Seite des `Förderkreises Hamburg Sasel´ auch von einzelnen ReferentInnen und Teamern, unter Ausnutzung ihrer Funktion, so in die Seminaröffentlichkeit getragen wird. Da nun auch zunehmend unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Veranstaltungen verunsichert werden, zumal ein nicht unwesentlicher Teil unserer Referenten und Teamer dem Förderkreis angehören, besteht dringender Handlungsbedarf. Wir haben nichts gegen eine faire Auseinandersetzung in Abwägung aller Fakten zur eigenen Positionsfindung, lehnen aber ein Meinungsmonopol und die Indoktrinierung durch selbsternannte Förderer ab.

Vorname:________

Name:________

Adresse:________

im folgenden externe Qualifizierungskraft (ExQ) genannt, erklärt aufgrund der oben benannten Vorkommnisse im Rahmen der jeweils zu schließenden Honorarverträge für die folgenden Seminareinsätze im DGB Bildungswerk:

* Keine Werbung für den sog. `Förderkreis Sasel´zu betreiben und / oder Unterschriftenlisten und Informationen des sog. `Förderkreises Sasel´in Wort und Schrift innerhalb des oben genannten Seminars und in dessen zeitlichen und örtlichen Zusammenhang zu verbreiten.
* Wenn es gewünscht wird, sollten die Informationen des Betriebsrates des DGB Bildungswerks zur beabsichtigten Standortverlagerung gemeinsam mit den Stellungnahmen des DGB Bildungswerks ausgehändigt werden. Ein Verweis auf das vom DGB Bildungswerk auf dem Internet eingerichtete Forum zur Information und Diskursführung ist ausdrücklich erwünscht.
* Die Verlagerung der Seminare der Betriebsratsqualifizierung in 2012 auf andere Veranstaltungsorte im Raum Hamburg und München, sollte sich bei der Nachfrage darauf beschränken, dass wir Anzahl und Themen der Betriebsräte Seminare im gleichen Umfang fortführen. Sofern aus dem TeilnehmerInnenkreis weiterer Diskussionsbedarf zum Thema erhoben wird, kann dieser durch die Seminarleitung erfüllt werden.

Ort _______________

Datum _____________ Unterschrift__________________________________“

 
Beitrag von Christian Hasch
geschrieben am 16.11.2010 um 17:28 Uhr

Ich komme aus dem Bezirk Hamburg und bin deshalb natürlich besonders am Erhalt der Bildungsstätte Sasel interessiert.

Das DGB-Bildungswerk verhält sich in den Fällen Sasel und Niederpöcking ja schlimmer als viele Arbeitgeber und Politiker!

Da wird manipuliert, gedroht, sanktioniert, gelogen und schliesslich „Abgewickelt“!!

FAIR GEHT ANDERS !!

Dieses Verhalten ist beschämend für einen Geschäftsbereich des DGB.

Schmeisst die Verantwortlichen raus und beendet diesen Spuk!

Christian H. IGM

BR ESW-Wedel

 
Beitrag von Frank Vandrey
geschrieben am 16.11.2010 um 07:09 Uhr

Absolute Frechheit diese Bildungsstätten zu schließen. Arbeitsplätze gehen verloren und die außwahl und das angebot wird dadurch erheblich minimiert.

Fair geht ganz anders!!!!!!!!!

Frank Vandrey
BR Eurogate

 
Beitrag von Marco Günther
geschrieben am 16.11.2010 um 07:03 Uhr

fair geht anders!!!!!!!

erhaltet diese Bildungsstätten und deren Arbeitsplätze!!!!!!!!!!!!!!!

 
  




 
Bis jetzt unterzeichneten über 4.000 Kolleginnen und Kollegen unseren Aufruf!
Wie ist es mit Dir?

 








Jetzt sind Aktionen angesagt!

Demo Besenbinderhof

Unterschriften sammeln, Transparente malen, Aktionen in der Öffentlichkeit, Demonstrationen - und dann auch noch sehr viel mehr!!!

Um einen Filmbericht von einer ersten Aktion zu sehen, klicke auf das Bild. Um Bilder von dieser Aktion zu sehen, klicke hier.


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