Blog für Unterstützerinnen und Unterstützer unseres Aufrufs ...
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Betriebsräte benötigen für ihre Arbeit Qualifizierung.
Alle Beiträge auf dieser Seite entstanden im Kampf für den Erhalt der dafür wichtigen Bildungsstätten des DGB in Hamburg Sasel und am Starnberger See.
Für deren Schließung gab es keinen Grund, denn die Häuser waren sehr beliebt und schon deshalb gut belegt.
Doch obwohl sich Tausende Betriebsräte für den Erhalt der Häuser einsetzten und alle Argumente der Schließungsbefürworter widerlegt werden konnten, zogen DGB-Vorsitzender Michael Sommer und sein Bildungswerk-Geschäftsführer Dr. Dieter Eich diese unbarmherzig durch.
Das letzte Seminar, das in den Häusern stattfand, endete am 25. November 2011. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist nun entlassen und die Häuser werden zum 31.12.2011 geschlossen.
Dieser Blog des Förderkreises Sasel wurde eingerichtet, um den Unterstützerinnen und Unterstützern unseres Aufrufes eine eigene Plattform zu geben.
Es ist dies also kein allgemeines Forum, wo auch alle anderen denkbaren Themen diskutiert und behandelt werden. Uns geht es mit diesem Blog um einen Austausch derjenigen, die sich für den Erhalt unserer Bildungszentren stark machen!
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Beitrag von Der Sauerländer geschrieben am 25.02.2011 um 15:14 Uhr
Hallo zusammen, ich freue mich, dass ihr einen Teilerfolg landen konntet! Es ist in meinen Augen beschähmend, wie hier seitens des DGB mit Mitarbeitern umgegangen wird. Das Porzellan, welches hier seitens des DGB zerschlagen wurde, kann gar nicht wieder alles geklebt werden. Dies ist ein riesiger Imageschaden. Wir versuch(t)en unsere Seminare immer über den DGB zu belegen. Sollte dies in der „alten“ Form nicht mehr möglich sein, werden wir dies wohl überdenken müssen.
Redaktionelle Anmerkung:
Dieser Beitrag wurde unter einem Pseudonym veröffentlicht. Die Identität des Schreibenden ist dem Förderkreis bekannt. Es handelt sich dabei um einen Betriebsrat, der zum „Kundenkreis“ der Seminarteilnehmenden gehört.
Beitrag von Helmut Wagner geschrieben am 25.02.2011 um 13:02 Uhr
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Der DGB ist eine Gewerkschaft, die für Einzelgewerkschaften und ihre Mitglieder eine vordringliche politische Aufgabe hat: Bildung, Bildung und nochmals Bildung. Und die ist nur in entsprechenden Einrichtungen zu erfüllen. Ich erkläre mich mit den Beschäftigten solidarisch.
Helmut Wagner
Ehem. DGB-Rechtssekretär
ver.di Fb 8 OV Altötting Vors.
DGB KV Altötting Vorstandsmitglied
VGB Vorstandsmitglied
Beitrag von Uwe Gratzky geschrieben am 25.02.2011 um 11:59 Uhr
Hallo ihr, Aktiven aus dem Förderkreis Sasel.
Sollte Sasel und Starnberger See nicht mehr angeboten werden, wüste ich nicht für was ich Seminare beim DGB mache.
Bei uns im BR kommen grundsätzlich IGM dann DGB und wenn da nichts geht, andere Anbieter für Seminare in Frage.
Schönen Gruß an Dr. Dieter Eich. Sollte er sein Vorhaben durchsetzen ist der DGB als Anbieter für uns Gestorben.
Wenn er auf die Adresse von meinen E-Mail sieht kann er sehr schnell raus bekommen was das heißt, da er fast durchgängig von uns oder Rexroth und Bosch Seminarteilnehmer hat.
Da geht es um die Einstellung als Gewerkschaftler.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Gratzky
BER
stellv. Betriebsratsvorsitzender
Bosch Rexroth. The Drive & Control Company
Beitrag von Michael Reif geschrieben am 25.02.2011 um 07:53 Uhr
Liebe Kollegen,
ich bin seit über 35 Jahren Mitglied in der NGG und war lange Jahre im Betriebsrat.
Seit Jahren kämpfe ich dafür, dass Betriebsräte so viel wie möglich Weiter- und Fortbildungsmassnahmen wahrnehmen. Wenn der DGB möchte, dass das nicht mehr möglich ist und Betriesräte dem Arbeitgeber nicht mehr in Augenhöhe begegnen können, dann brauche ich auch keine Gewerkschaften mehr.
Bitte kämpft weiter.
Michael Reif
Beitrag von Angelika Kunze geschrieben am 25.02.2011 um 07:36 Uhr
Die Bildungsstätten müssen erhalten bleiben, dafür müssen wir alle kämpfen.
Beitrag von Andreas Eggers geschrieben am 25.02.2011 um 07:35 Uhr
Moin Kollegen, Moin Michael Sommer,
vielleicht sollte man Herrn Dr. Dieter Eich einmal erklären, dass letztlich nur sehr gut ausgebildete BRler auf dauer eine gute BR-Arbeit für die Beschäftigten in den Betrieben und letztlich für unsere Gesellschaft insgesamt leisten können. Gute Betriebsratsarbeit ist auch die Voraussetzung für die Gewinnung neuer Gewerkschaftsmitglieder und daran sollte doch wohl jeder sozial-denkende Mensch interessiert sein. Denn über den gesellschaftlichen Wert von Gewerkschaften müssen wir doch hier wohl nicht diskutieren. Beunruhigend empfinde ich die Art und Weise, wie Herr Dr. Dieter Eich hier agiert, es hat doch einen Hauch von Gutsherrenart, ist das jetzt ein Indiz für den Einzug des Neo-Feudalismus auch im DGB?Ich hoffe nicht,
mit solidarischem Gruß,
Andreas Eggers
ehemaliges Mitglieder des BR und GBR der British American Tobacco Germany GmbH, seit 2010 im vorgezogenem Vorruhestand, seit 40 Jahren Gewerkschaftsmitglied
Beitrag von Stefan Baessler geschrieben am 25.02.2011 um 07:31 Uhr
Erstmal Glückwunsch zu diesem Teilerfolg, zu den neuen Gesprächen mit Herrn Sommer!!
Aber eigentlich ist das alles nur unfassbar. Wie kann die Dachorganisation der Gewerkschaften sozial und gesellschaftlich unverantwortliches Handeln in der Wirtschaft verurteilen und in Frage stellen wenn sie selbst im eignen Hause so vorgeht? Diese Vorgehensweise des DGB stellt auch alle aktive Arbeit der Interessensvertreter vor Ort in den Betrieben in Frage. Um erfolgreich in den Betrieben agieren zu können brauchen wir eine Vorbildfunktion unserer Organisationen!!!!
Mein bestes und effektivstes Seminar hatte ich übrigens in SASEL.
Stefan Baessler,
Stellvertretender BRVorsitzender, Bauknecht Hausgeräte GmbH, Standort Stuttgart
Beitrag von Jörg Müller geschrieben am 25.02.2011 um 06:59 Uhr
Hallo KollegenInnen,
ich finde es einfach ein Frechheit wie hier mit einer Bildungsstätte und den Mitarbeitern umgegangen wird.Iich habe bis jetzt (zum ersten mal 2006) immer in Sasel meine Seminare besucht und war stets zufrieden. Mit den Teamern, den KollegenInnen aus dem Haus und dem ganzen drum herum. Besser kann man nicht lehren und schulen. Und das alles nur weil hier ein einzelner meint er müsse sich durch die Schließung der Häuser beweihräuchern? Pfui Herr Eich.
Nicht mit uns Herr Eich. Wir kämpfen bis zum Schluss Herr Eich.
Jörg Müller
BR Siegwerk Druckfraben AG
Beitrag von Werner Pusch geschrieben am 25.02.2011 um 06:12 Uhr
Wir sind für den Erhalt der Bildungs-Stätten, weil wir als BR- der Stadtwerke-Duisburg sehr viel mitgenommen haben für unseren täglichen Kampf mit dem AG.
Soll uns diese gute Schulung genommen werden wir als BR der Stadtwerke-Duisburg euch unterstützen. Wir wollen auch weiterhin gute BR-Mitglieder, die bei euch geschult werden.
Werner Pusch
BR Stadtwerke Duisburg
Beitrag von Oliver-F. Basedow geschrieben am 25.02.2011 um 01:03 Uhr
Hallo Kollegen,
ich beglückwünsche Euch zu den erreichten „Teil-Siegen“
und der praktizierten Solidarität aller Gewerkschafter.
Mit freundlich-kollegialen Grüßen
Oliver-F. Basedow
Mitglied im Landesbezirksvorstand
ver.di Hamburg
Beitrag von Harald Hoppe geschrieben am 24.02.2011 um 20:32 Uhr
Unfassbar, nun müssen wir GewerkschafterInnen unsere KollegInnennen vor KollegInnen verteidigen, die scheinbar die BWL höher bewerten als die VWL. Wie peinlich ist das bitte für GewerkschafterInnen? Ich schäme mich für diese „Art“ Gewerkschaftsmitglieder. Jeder Cent meiner Beiträge der in deren Taschen fliesst, ist in den Betriebsgruppen und in den Bildungseinrichtungen besser aufgehoben!
Beitrag von Aktiven aus dem Förderkreis Sasel geschrieben am 24.02.2011 um 19:00 Uhr
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
(Bertold Brecht / Deutscher Dramatiker und Lyriker 1898 – 1956)
Newsletter Nummer 10 vom 24.02.2011
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mehr als zwei Monate sind vergangen seit wir Euch zuletzt über den Stand der Auseinandersetzungen um die Zukunft unserer Bildungsstätten mit einem Newsletter informiert haben. Ihr erinnert euch: Mitte November 2010 hatte DGB Bildungswerk-Geschäftsführer Dr. Dieter Eich ein Meinungsdiktat erlassen. Teamende wie Referentinnen und Referenten sollten eine Erklärung unterschreiben, mit der sie sich vom Förderkreis distanzieren und selbst dazu verpflichten in den Seminaren nur den Standpunkt der Geschäftsführung zu vertreten. Das Echo auf dieses Meinungsdiktat war dann allerdings so gewaltig, dass sich der Vorstand des DGB Bildungswerks schon kurz danach entschloss, die den freiberuflichen Mitarbeitern vorgelegte peinliche Erklärung wieder zu kassieren.
Dafür herzlichen Dank auch an euch. Denn die vielfältigen Einträge auf unserem Diskussionsblog haben dazu nicht unwesentlich beigetragen!
Beigetragen hat diese Solidarisierung aber auch dazu, endlich eine stärkere Gesprächsbereitschaft im Vorstand des DGB Bildungswerks zu erzielen. Immerhin: die Betriebsräte unserer Tagungszentren konnten in Gesprächen mit der Vorsitzenden des DGB Bildungswerks und DGB-Vize-Vorsitzenden Ingrid Sehrbrock damals erreichen, dass vor den Interessenausgleichsverhandlungen zunächst noch ein Mal die Zukunftsoptionen unserer Bildungsstätten gründlich ausgelotet werden. So wurde vereinbart diese Verhandlungen erst Mitte Februar 2011 zu beginnen. Die davor liegende Zeit sollte dafür genutzt werden, offene wirtschaftliche Fragen zu klären und durch konzeptionelle Beiträge die Zukunftsdebatte um unsere Tagungsstätten auf eine neue Grundlage zu stellen. Unsererseits haben wir dies seinerzeit mit einem Brief an alle Vorstände der Einzelgewerkschaften unterstützt, in dem wir von den Kolleginnen und Kollegen forderten, sich ebenfalls in dieser Debatte zu positionieren.
Beitrag von Gabi Riemer geschrieben am 24.02.2011 um 15:20 Uhr
Sasel muss unbedingt erhalten bleiben. Wo sollen wir denn sonst hin…??
Gabi Riemer
Betriebsrätin der Niederlassung Hannover der GSI mbH und GBR-Mitglied GSI mbH
Beitrag von Heinz Verbic geschrieben am 08.02.2011 um 18:39 Uhr
Die Gewerkschaften handeln gegen die Intressen der fleissigen Arbeiterschaft. Hört endlich auf mit dem Verkauf des Tafelsilber.
Wo, wie, wer hat Alternativen geprüft?
Wo ist das Geld der bisherigen Verkäufe geblieben?
Die Gewerkschaften leben auch im Monopolkapitalismus,dürfen sich aber nicht genauso verhalten.Wo bleibt die Glaubwürdigkeit der Gewerkschaft? Die wenigen letzten Schulen müssen alle erhalten bleiben. Keine Privatisierung der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit. Unsere Bildungsstätten sind Orte der Identitäts-und Identifikationsstftung.
Heinz Verbic
Beitrag von Jürgen Gechter geschrieben am 07.02.2011 um 11:17 Uhr
Wenn der DGB an der Bildung spart, spart er letztlich auch an sich selbst. Wenn er glaubt, die Bildungshäuser sind überflüssig, ist es nicht mehr weit, bis der DGB selbst überflüssig wird. Das kann niemand wollen! Eine solche Kahlschlagpolitik muss verhindert werden.
Jürgen Gechter
freiberuflicher Teamer und psychologischer Berater
Beitrag von Bettina Reckert geschrieben am 04.02.2011 um 11:40 Uhr
Hallo Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
das war doch mal eine genial Idee, Olaf Scholz im AEZ zu besuchen, und wie ich finde auch richtig erfolgreich! Hochachtung vor dem Mut und Engagement derer, die da mitgemacht haben.
Ich hoffe, dass diese Erfahrung auch die Unentschlossenen motivieren kann, Brecht nicht nur zu kennen, sondern auch zu leben: Wer kämpft, kann verlieren- wer nicht kämpft, hat schon verloren!.
In diesem Sinne – solidarisch kämpferische Grüße den Beschäftigten und Betroffenen (und dass sind wir (als BR) doch alle!)
Bettina
Beitrag von Manfred Reitzuch geschrieben am 02.02.2011 um 22:55 Uhr
Spontane Aktion von Teilnehmenden und Beschäftigten im Alstertal-Einkaufszentrum
Gestern am Montag gab es in Sasel erneut eine Aktion für den Erhalt unserer Bildungsstätten. Dieses mal im Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ), wo sich Olaf Scholz, Bürgermeisterkandidat der SPD anlässlich der am 20. Februar stattfindenden Hamburger Bürgerschaftswahlen zu einer Fragestunde mit Bürgerinnen und Bürgern eingefunden hatte. Davon berichtet Manfred Reitzuch.
Nach einer spontanen Idee von einigen Teamerinnen und Teamern sollten während der Fragestunde mit Olaf Scholz, dem Bürgermeisterkandidaten der SPD Hamburg, im Alstertal Einkaufs-Zentrum einige Fragen zur Schließung des DGB Bildungswerkes Hamburg Sasel gestellt werden. Darüber hinaus sollte ein eigens für diesen Auftritt getextetes Lied vorgetragen werden.
Trotz der Kurzfristigkeit hat sich ein Großteil der Seminar-Teilnehmenden, der im Haus befindlichen Seminare, spontan an dieser Aktion beteiligen wollen. Aus diesem Grund wurde mit allen interessierten Teilnehmern, Teamern, Referenten und Beschäftigten des Hauses das vorzutragende Lied einstudiert und geübt.
Neben den Beschäftigten des Hauses, die trotz der Kurzfristigkeit die Möglichkeit hatten, sich an der Aktion zu beteiligen, gingen ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Seminare, sowie einige Referentinnen und Referenten, sowie einige Teamerinnen und Teamer, selbst solche, die extra zu diesem Termin von zuhause angereist waren, zu dem Termin mit Olaf Scholz ins Alstertal-Einkaufs-Zentrum.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht und viele Bürger der umliegenden Stadtteile hatten sich zu Wort gemeldet, um ihre Anliegen dem SPD-Kandidaten vor zu tragen. Trotz des großen Andrangs ist es der Gruppe des DGB-Bildungszentrums gelungen, Olaf Scholz eine Frage zur geplanten Schließung des DGB-Bildungswerkes Hamburg-Sasel zu stellen. In seiner Antwort bekannte sich Olaf Scholz zur Bildungsstätte in Sasel und Erklärte auch seine Verbundenheit zu der Einrichtung und berichtete aus seiner Zeit als Referent im Bildungswerk Sasel. Sehr viele der erschienenen Bürger hörten zum erstenmal von den Schließungsplänen und entrüsteten sich darüber. Die Gesamtumstände durch das Umfeld der Veranstaltung ließen es leider nicht zu, dass wir unser Lied vortragen konnten.
Allerdings erst zum Ende der Veranstaltung und ohne Mikrofon bot Scholz dem Betriebsrat an, ein Gespräch mit dem Betriebsrat zu führen.
Anmerkung: Wenn Ihr das Sasel-Lied hören wollt – Hier haben wir es euch als MP3-Datei aufgenommen.
Beitrag von GBR des DGB Bildungswerk BUND geschrieben am 24.01.2011 um 15:00 Uhr
GBR Info 1 / 2011
Information des Gesamtbetriebsrates des DGB Bildungswerks
Januar 2011
Redaktionelle Anmerkung:
Nachfolgend dokumentieren wir das GBR Info 1/2011, das dieser Tage unter Beschäftigten des DGB Bildungswerk BUND für Aufsehen sorgte. In ihm ist ein Protokoll der Vorstandssitzung des DGB Bildungswerks vom 31.05.2010 dokumentiert, wonach die Tagungsstätten in Sasel und Starnberg nicht bereits zum 31.12.2011, sondern erst Ende 2012 geschlossen werden sollen. Doch DGB BW Geschäftsführer Dr. Dieter Eich will die Schließung schon zum Ende dieses Jahres …
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Gesamtbetriebsrat hat mit der Geschäftsführung und dem Vorstand des DGB Bildungswerks in den letzten Wochen die für Ende 2011 geplanten Schließungen der Tagungszentren Starnberg und Hamburg?Sasel weiter diskutiert.
Ein wesentliches Ergebnis unserer Nachfragen zu den Hintergründen der Beschlussfassungen ist der im Folgenden abgedruckte Auszug aus dem Protokoll der Vorstandssitzung des DGB Bildungswerks vom 31.05.2010.
Auszug aus dem Protokoll der Vorstandssitzung des DGB Bildungswerk e.V. vom 31. Mai 2010
Der Vorstand beauftragt die Geschäftsführung, umfassende, kostenreduzierende Restrukturierungsmaßnahmen für das DGB Bildungswerk zu ergreifen, um bis Ende 2012 eine jährliche Kostenentlastung in Höhe von ca. 1 Mio. Euro zu realisieren.
Als Maßnahmen zur Realisierung sind vorzubereiten:
a)Beendigung des Betriebes im Tagungszentrum Hamburg Sasel, zum 31.12.2012 durch die Beendigung des Pachtvertrages zum 31.12.2012 für diesen Standort.
b)Beendigung des Pachtvertrages für das Tagungszentrum Starnberg zum bestmöglichen Zeitraum um auch eine Fortführung des Betriebes in anderer Trägerschaft zu ermöglichen. Der frühestmögliche Betriebsschließungstermin zum 31.12.2010, sollte neben den Terminen 30.06.2011 und 31.12.2011 geprüft werden, insbesondere unter entsprechender Berücksichtigung der Kündigungsfristen der Beschäftigten.
c)Überprüfung und ausgewogene Reduktion der Kosten in allen Geschäftsbereichen, basierend auf der detaillierten Begründung der Beschlussvorlage – Vorstand des DGB Bildungswerkes vom 26.05.2010 – Restrukturierung des DGB Bildungswerk.
Der Vorstand beauftragt die Geschäftsführung, festzustellen, wie die maßgeblichen Kündigungsfristen für die Beschäftigten am Standort Hamburg-Sasel und Starnberg sind und dem Vorstand darüber zu berichten.
Beitrag von AR1 in Sasel contra Dieter Eich … geschrieben am 24.01.2011 um 09:01 Uhr
Heute (am 19.01.11) in Sasel: Teilnehmende des AR1 griffen zu Farbe und Pinsel und wurden aktiv!
… doch bereits am 24.01.2011 war damit dann wieder Schluss! Die Plakate müsste aus Gründen des „Brandschutzes“ wieder entfernt werden, so der Kern einer Anweisung von DGB Bildungswerk-Geschäftsführer Dieter Eich …
Beitrag von Susanne Zindan geschrieben am 18.01.2011 um 18:40 Uhr
Eine Schande für die Gewerkschaft.
Wenn die gewerkschaften nicht mehr daran interresiert sind Betriebsräte auszubilden …. wer dann ?????????
Susanne Zindan
Beitrag von Peter Svitek geschrieben am 18.01.2011 um 09:53 Uhr
Als ich das erste mal hier war, war ich sehr beeindruckt. Von der Lage, von dem Haus und der Freundlichkeit die man spürt wenn man zum ersten mal dieses Haus betritt. Nach der Anmeldung ging es in das Zimmer, ich öffnete die Tür und fühlte mich plötzlich dreißig Jahre jünger und als wäre ich in einer Jugendherberge … hatte für den Bruchteil einer Sekunde Heimweh.
Ein Zimmer kleiner als das alte Kinderzimmer, ein Bett, das im Vergleich zu dem gewohnten wie ein Kinderbett wirkt! Es dauerte einige Zeit bis ich mich an das Zimmer gewöhnt hatte … aber das ist nicht das worauf es hier in Sasel ankommt.
Jeder Betriebsrat der seine Arbeit wirklich ernst nimmt, der seine Arbeit als Leidenschaft sieht, dem ist Sasel ein Begriff. Nicht nur ein Begriff … wenn man von diesen Betriebsräten das Wort „Sasel“ hört, wird es mit einer gewissen Ehrfurcht ausgesprochen … die man auch selbst spürt, wenn man an Sasel denkt. Sasel ist nicht einfach eine Bildungsstätte, Sasel ist in meinen Augen eine Schmiede für Betriebsräte die ihr Amt auch tatsächlich als das sehen was es ist, ein Ehrenamt! Was man hier mitnimmt prägt das denken. Man hat auch als neuer Betriebsrat eine Sicherheit bei der Arbeit, die man nicht beschreiben kann. Nimmt man uns Sasel, dann stärkt man die Arbeitgeber in ihrer Willkür! Ihr da oben deren Ziel es ist Sasel zu schliessen, ich frage euch … auf welcher Seite steht Ihr???
Ich kann jetzt nur aus meiner Sicht schreiben, aber ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige bin der so denkt. Ihr habt dafür zu sorgen dass die Arbeitnehmer geschützt werden durch ihre Vertreter! Wenn Ihr eine Institution wie Sasel schliesst gebt Ihr einen Teil von euch auf … und ihr gebt in meinen Augen einen wichtigen Teil im Kampf gegen die Willkür der Arbeitgeber auf!! Ihr schwächt die, die Ihr vertreten solltet … und die ganze Art wie Ihr das durchgezogen habt … dazu fällt mir nur eins ein,
SCHÄMT EUCH!!!!
Peter Svitek
Beitrag von Fred Harfst geschrieben am 14.01.2011 um 01:09 Uhr
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Seminare in Hotels niemals die Lernsituation haben, wie in einer Bildungsstätte. Oft fehlt es an geeigneten Arbeitsgruppenräumen, wie z.B. in Hamburg Sasel.
Ich bin also der Meinung, die beabsichtigte Schliessung von Hamurg Sasel darf nicht nur aus finanzpolitischer Sicht begründet sein.
Fred Harfst
IG Metall (Bildungsausschuss und Arbeitskreis Referenten)
Beitrag von Thomas Loihl geschrieben am 03.01.2011 um 21:15 Uhr
Das Vorhaben diese „Traditionsbildungsstätten“ zu schließen, ist eine ausgesprochene Schande!!!
Gegenüber den Kolleginnen und Kollegen ist das ohnehin nicht zu erklären.
Die Arbeitgeber allerdings, klopfen sich fröhlich auf die Schenkel und rufen: Schaut mal an, da geht´s nicht anders zu als bei uns, im harten Marktgeschehen der freien Wirtschaft… bla bla…
Seid Ihr eigentlich noch bei Verstand?
STOPPT SOFORT DIESE PLANUNGEN!!!
Bildung ist ein wichtiges Stück Leben und wo Leben stattfindet ist nicht egal!
Solidarität zählt!
Thomas Loihl
GBR-Vorsitzender Dehner Gartencenter
Beitrag von Karl-Heinz Gülzow geschrieben am 01.01.2011 um 10:25 Uhr
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde,
meine sehr verehrten Damen und Herren.
Jahresanfang!
Zuversicht für das Neue – wie schon so oft…
Was es bringt, das weiß man nicht, verdrängt das Schlechte, denn man hofft.
Hoffnung auf ein mehr an Frieden, in dieser Welt…
Die Politik kann dies nicht bieten, wie sich schon oft heraus gestellt.
Gute Sprüche von ganz oben.
Ursachen werden nicht behoben… bleibt weiterhin für uns nur Kritik.
Und deshalb aber nicht verzagen, nur weiter so und pack´ es an.
Immer neu den Anfang wagen, was bleibt auch sonst dem „Kleinen Mann“?
Arbeitsplatz, Gesundheit, Preise -sehr viel darüber nachgedacht – und jeder wohl auf andere Weise seinen Plan 2011 gemacht.
Alles Gute und Gesundheit für 2011
Karl-Heinz Gülzow
Beitrag von Aktiven aus dem Förderkreis geschrieben am 21.12.2010 um 16:28 Uhr
Allen Kolleginnen und Kollegen, die uns 2010 in unserem Kampf um den Erhalt der Bildungsstätten in Hamburg-Sasel und Starnberg-Niederpöcking unterstützt haben, sagen wir Danke!
Wir wünschen Euch allen schöne und erfreuliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2011!
Dann geht es weiter …
Bis wir unser Ziel gemeinsam erreicht haben!!!
Beitrag von ver.di Landesbezirksfrauenrat Hamburg geschrieben am 21.12.2010 um 16:11 Uhr
Redaktionelle Anmerkung:
Den nachfolgenden Antrag hat die Landesbezirksfrauenkonferenz von ver.di Hamburg im Dezember 2010 beschlossen. Er wird an die Landesbezirkskonferenz von ver.di Hamburg weitergeleitet, die sich damit im Februar 2011 beschäftigen wird.
Antrag Nummer 11
Thema: Kooperation von ver.di b+b mit dem DGB Bildungswerk e.V. und seiner Bildungsstätte Sasel ab 2012
Antragstellerin: Arbeitsgruppe Tagespolitik des Landesbezirksfrauenrat
Beschluss der Landesbezirksfrauenkonferenz
Der ver.di Landesbezirk wird aufgefordert, zügig ein Konzept zur Zusammenarbeit zwischen ver.di b+b Hamburg mit dem DGB Bildungswerk und seiner Bildungsstätte Sasel zu entwickeln, damit dieses ab 2012 umgesetzt werden kann. Ziel ist der Erhalt der Bildungsstätte Sasel die einzige gewerkschaftliche Bildungsstätte im Großraum Hamburg.
Begründung:
Die Bildungsstätte Sasel hat sich unter anderem für mehrtägige Veranstaltungen und Seminare aus dem Hamburger Raum hervorragend bewährt. Viele Frauen und Männer können nicht immer auswärts übernachten, weil sie familiäre oder auch pflegerische Verpflichtungen haben. Auch könnte in Sasel ein Kinderbetreuungsangebot leichter realisiert werden.
Statt Räumlichkeiten in anonymen Hamburger Hotels für die Durchführung von Seminaren anzumieten, wäre es auch ein Gebot von innergewerkschaftlicher Solidarität, das Saseler Bildungszentrum zu nutzen.
Im Übrigen stellt die geplante Schließung der Bildungsstätte Sasel und der Umgang der dortigen Geschäftsleitung mit der Arbeitnehmervertretung einen Verstoß gegen unsere eigenen Grundsätze dar. Selbst die taz Nord schreibt am 17.11.2010: Das miese Schauspiel, das zur Zeit vom DGB und seinem Bildungswerk geboten wird, könnte in einem rüden kapitalistischen Betrieb nicht schlimmer sein.
ver.di Hamburg ist ein Teil des DGB. Es ist in unserem Interesse, dass wir eine gewerkschaftliche Bildungsstätte in unserer Nähe haben.
Statt gewerkschaftliche Mitgliedsbeiträge zur Finanzierung eines Sozialplans für den Abbau von 40 fest angestellten Beschäftigten auszugeben, ist es weitaus sinnvoller, eine Kooperation zwischen ver.di b+b und dem DGB Bildungswerk herzustellen, um diese vielen Arbeitsplätze zu erhalten.
Weiterleitung:
Zur Weiterleitung an die Landesbezirkskonferenz
Beitrag von Gesamtbetriebsrat der IG Metall geschrieben am 21.12.2010 um 15:47 Uhr
Resolution des Gesamtbetriebsrates der IG Metall
Für den Erhalt der DGB Bildungsstätten Niederpöcking und Sasel!
Die Geschäftsführung und der Vereinsvorstand des DGB Bildungswerks beabsichtigen, die Bildungsstätten Starnberg-Niederpöcking und Hamburg-Sasel zum 31.12.2011 zu schließen.
Damit würden nicht nur 60 Arbeitsplätze direkt wegfallen. Es geht auch darum, dass man mit der Schließung der beiden Häuser der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit einen Bärendienst erweisen und privaten Anbietern in die Hände spielen würde. Gewerkschaftliche Bildungsstätte sind eben nicht nur Räumlichkeiten, die beliebig durch Hotels ersetzbar sind, sondern identitäts- und identifikationsstiftende Orte gewerkschaftlichen Lebens, gewerkschaftliche Heimat-Häfen.
Wir fordern die Geschäftsführung und den Vereinsvorstand des DGB-Bildungswerks zur Aufnahme von Gesprächen mit dem Gesamtbetriebsrat des DGB-Bildungswerks zum Erhalt von Niederpöcking und Sasel auf. Wenn nötig, muss der DGB-Bundesvorstand dafür Sorge tragen.
Die umfassende und vollständige Information der Interessenvertretung ist in diesem Zusammenhang eine selbstverständlich zu erfüllende Mindestanforderung.
Der Versuch, die Verantwortung auf Dritte im Fall von Niederpöcking auf die IGEMET und damit direkt auf die IG Metall als Pächter abzuwälzen, ist ein durchschaubares Ablenkungsmanöver.
Wir fordern den Vorstand der IG Metall auf, seine Einflussmöglichkeiten für den Erhalt der DGB Bildungsstätten zu nutzen.
Frankfurt am Main im Dezember 2010
Beitrag von Thomas Franz geschrieben am 21.12.2010 um 07:14 Uhr
Die beste Schulungs- / Weiterbildungseinrichtung von allen, die ich besucht habe.
Beitrag von Jürgen Seeber geschrieben am 15.12.2010 um 10:14 Uhr
Kostendruck hin Einsparungen her!
Wenn gewerkschaftseigene Bildungsstätten geschlossen werden und dann auf Hotels ausgewichen wird, so braucht man sich nicht wundern, warum die nicht gewerkschaftlichen Anbieter immer mehr Zulauf bekommen.
Das Haus in Sasel hat eine ganz besondere Atmosphäre so etwas habe ich bisher nirgendwo in einer anderen Bildungsstätte gefunden. Alleine das ist es schon Wert Sasel zu erhalten. Wenn die Verantwortlichen genauso handeln wie die Manager in den Betrieben, denen fällt auch immer nur Reduzierung als erstes ein, dann muss man sich fragen ob es die richtigen sind. Zitat: Wer nicht mit der Zeit geht, der muss mit der Zeit gehen Beispiel für mich ist Stuttgart 21.
Jürgen Seeber
Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratvorsitzender Horiba EUROPE
Beitrag von Aktiven aus dem Förderkreis geschrieben am 14.12.2010 um 18:00 Uhr
Noch sind die Pläne von DGB Bildungswerk-Geschäftsführer Dr. Dieter Eich unsere Bildungszentren in Hamburg und in Starnberg zu schließen, nicht vom Tisch! Doch dem heftigen Schlagabtausch zwischen den Beschäftigten, dem Förderkreis sowie zahlreichen Betriebsräten einerseits und den Vertretern der Geschäftsführung des DGB Bildungswerks auf der anderen Seite, folgt nun eine Phase des Gesprächs. Gespräche mit dem DGB. Denn der trägt als Dachverband die politische Verantwortung für den Fortbestand unserer Häuser!
Solche Gespräche fanden Anfang Dezember zwischen den Betriebsräten des DGB Bildungswerks und der DGB-Vize-Vorsitzenden Ingrid Sehrbrock statt. Doch auch sonst regt sich einiges hinter den Kulissen. Näheres dazu findest Du hier
Beitrag von Herbert Keller geschrieben am 14.12.2010 um 12:33 Uhr
Sasel darf nicht sterben. Wir Betriebräte brauchen gewerkschaftliche Bildung, die gerade in Sasel mit hoher Qualität didaktisch gut aufbereitet wird.
Betriebsrat, Konfliktberater bei der nora systems GmbH, Weinheim
Beitrag von Helmut Schmitt geschrieben am 14.12.2010 um 12:21 Uhr
Die gewerkschaftliche Bildungsarbeit ist unverzichtbar.
Vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen Situation waren wir nie stärker auf gewerkschaftliches Bewusstsein angewiesen.
Dies ist die wichtigste politische Aufgabenstellung des DGB.
Deshalb bin ich natürlich auch für den Erhalt aller Bildungsstätten.
Helmut Schmitt
Betriebsratsmitglied nora systems GmbH, Weinheim
Vorsitzender der Ortsgruppe Weinheim der IG BCE
Beitrag von Christa Hasenmaile geschrieben am 14.12.2010 um 09:31 Uhr
Die Bildungsstätte in Starnberg ist ein Glücksfall für die Betriebsräte, die dort lernen und arbeiten dürfen (!) Eine Schließung wäre vor allem für die Beschäftigten, die gute Arbeit leisten, ein Desaster, aber nicht nur für sie, auch wir „Fremdbeleger“ wollen weiterhin in Starnberg unsere Seminare machen!
Christa Hasenmaile
Landesfachbereichsleiterin Medien, Kunst und Industrie ver.di Bayern
Beitrag von Betriebsrat der Geschäftsstelle Hamburg des Berufsfortbildungswerks geschrieben am 09.12.2010 um 16:34 Uhr
Der Betriebsrat der Geschäftsstelle Hamburg des Berufsfortbildungswerks und der inab Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw zeigt sich solidarisch mit den Beschäftigten in den DGB-Bundessschulen.
Unsere Betriebsräte haben alle die hervorragenden Betriebsratsschulungen in Hamburg-Sasel besucht und dort eine gute Ausbildung erhalten. Wir brauchen diese Schulen!
Mit solidarischen Grüßen
Karin Lütjens
Betriebsratsvorsitzende
Beitrag von Frank Ulmer geschrieben am 07.12.2010 um 06:44 Uhr
Es ist eine Schande wenn Sasel dicht macht.
Was wird dann aus dem Saseler 3 Schritt, löschen wir den dann auch aus allen Köpfen?
Was ist dann mit den KollegenInnen?
Beitrag von Hans Mielke geschrieben am 06.12.2010 um 17:00 Uhr
Redaktionelle Anmerkung: Das nachfolgend dokumentierte Anschreiben von Hans Mielke ging heute an die Mitglieder des Bundesvorstandes des DGB und die Vorsitzenden der Einzelgewerkschaften raus. Anlass für dieses Schreiben ist eine morgen, am 07.12.2011, stattfindende Sitzung des DGB Bundesvorstandes, bei der es, dem Vernehmen nach, auch um die Zukunft unserer Bildungsstätten gehen wird.
06. Dezember 2010
An alle Vorstände der
Einzelgewerkschaften und
Sprecher des
DGB, je besonders
Betreff: Erhalt unserer Schulen in HH-Sasel und Starnberg
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen.
Wir, die Mitglieder des Förderkreises Sasel, haben es uns zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt sowohl der beiden o.a. Schulen, als auch für den Erhalt der Arbeitsplätze dort zu kämpfen. Zu diesem Zweck haben wir uns vor Jahresfrist gegründet, haben seit März 2010 bisher ca. 3100 Unterstützungsunterschriften gesammelt, recherchieren, verbreiten Newsletter und betreiben ein Internetforum.
Zurzeit nimmt die Auseinandersetzung zwischen dem DGB-BW und uns unvorhersehbare Ausmaße an. Die Fronten verhärten sich und es besteht die Gefahr, dass unsere Organisationen und deren Dachverband Schaden davon tragen werden. Ich, als Sprecher des FkS, appelliere an die Vorstände der Einzelgewerkschaften und des DGB sich öffentlich zu positionieren!
Wie stehen die Vorstände der Einzelgewerkschaften zu den beiden o.g. Schulen und deren Fortbestand?
Wie positioniert sich der Vorstand des DGB?
Wie und auf welcher Grundlage kamen in welchem Gremium die Schließungsbeschlüsse zustande?
Welche Zahlen und Fakten wurden zur Meinungsbildung herangezogen? Die öffentlich seitens der IGM und der NGG bereits widersprochenen?
Wenn von falschen Behauptungen ausgegangen wurde, sind dann die Beschlüsse überhaupt rechtswirksam?
Können wir es uns erlauben die Bildung der Betriebsräte mehr und mehr den privaten zu überlassen oder sind wir in einer gesellschaftlichen Verantwortung?
Wäre es nicht an der Zeit die gesamte gewerkschaftliche Bildung zu koordinieren um dann gemeinsam gegenüber den Privaten aufzutreten?
Liebe Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaftsvorstände, ich bitte Euch, nutzt die Chance auf der Vorstandssitzung des DGB Euch positiv zu positionieren, damit sowohl die Schulen als auch die Arbeitsplätze und somit auch Legenden der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit dauerhaft erhalten bleiben. Ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam schaffen werden.
Für den Förderkreis Sasel Hans Mielke
Beitrag von Hans-Erich Müller geschrieben am 06.12.2010 um 09:40 Uhr
Vielleicht sollte das Bildungswerk einmal darüber nachdenken, die Seminare zukünftig ausschließlich durch Auktionen zu veranstalten. Für Handwerkerleistungen gibt es das schon, warum nicht auch für Schulen, Universitäten, Theater etc.? Dass dies allerdings auch schief gehen kann, zeigt dieses Video:
Hans-Erich Müller
Referent
Beitrag von Der Märker geschrieben am 06.12.2010 um 09:20 Uhr
An die Verantwortlichen im DGB möchte ich nur sagen:
Kein Wunder dass die Mitgliederzahlen in einigen DGB Gewerkschaften weiter sinken!
Heutzutage wird mehr denn je über Mitbestimmung entschieden! Ich sage nur mündige Mitglieder und nicht zu bevormundende Mitglieder!! Aber auch diese „hohen“ Herren werden bald merken, dass sie den Ast absägen, auf dem sie gerade sitzen.
Redaktionelle Anmerkung: Dieser Beitrag wurde mit einem Nicknamen bzw. Pseudonym veröffentlicht. Diese Möglichkeit bieten wir Beschäftigten des DGB Bildungswerks – fest angestellten, wie Honorararbeitnehmern und auch ihren Angehörigen – damit sie keine arbeitsrechtlichen Repressionen befürchten müssen. Der Wunsch unter einem solchen Nicknamen zu veröffentlichen, kann im Eingabe-Formular vermerkt werden.
Euer Webmaster dieser Seite des FK Sasel
Beitrag von Michael Schmalenberg geschrieben am 02.12.2010 um 19:01 Uhr
Hier könnte eine aktuelle Strategiedebatte über gewerkschaftspolitische Bildungsarbeit geführt werden. Dort liegt vielleicht auch die Zukunft der Gewerkschaften.
Auch wenn es verschlafen wurde, dass Dienstleistungsangebot der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit zu erweiten, damit neue Zielgruppen angesprochen werden. Das Seminarangebot der Einzelgewerkschaften und des DGB ist zwar vielfältig.
Gleichzeitig fehlt es an Kreativität die Arbeitnehmerinnen an gewerkschaftlichen Entscheidungen nicht durch Pseudo-Beteiligung mithinzubeziehen. Auch ein Kostenfaktor?
Der Mitgliedsbeitrag hat mikroökonomisch Priorität.
Nur wer entscheidet letztendlich über die Beiträge der Mitglieder und wie sie verwendet werden? Über die Schließung von Bildungsstätten? Und über den Verkauf der Gemeinnützigkeit in der Vergangenheit?
Dezimiert durch den Mitgliederrückgang haben diese Entscheidungsträger stillschweigend ein Bündnis mit dem Management der Wirtschaft eingegangnen. Eine besondere Art der Befriedungskultur zum eigenen Vorteil. Gewerkschaftliche Demokratie ist anders erreichbar.
Michael Schmalenberg
ehemaliger freiberuflicher Mitarbeiter
Beitrag von Götz Fehst geschrieben am 02.12.2010 um 15:24 Uhr
In den Bildungstätten des DGB treffen sich BR der verschiedensten Gewerkschaften und können sich dort austauschen. Ein kompetentes Team in einem, seines gleichen suchenden, Umfeld leitet die Weiterbildungen (z.B. Hamburg-Sasel). Will man das aufs Spiel setzen?
Außerdem, wenn so mit BR umgegangen wird, hat dann der DGB nicht erst mal die Aufgabe, sein Selbstverständnis im Umgang mit Betriebsräten zu finden?
Jetzt sind Aktionen angesagt!
Unterschriften sammeln, Transparente malen, Aktionen in der Öffentlichkeit, Demonstrationen - und dann auch noch sehr viel mehr!!!
Um einen Filmbericht von einer ersten Aktion zu sehen, klicke auf das Bild. Um Bilder von dieser Aktion zu sehen, klicke hier.