Hallo Kolleginnen und Kollegen,
noch mal mein Vorschlag: Nachdem nun auch Niederpöcking geschlossen werden soll, sollte der Förderkreis umbenannt werden in Sasel-Niederpöcking.
Ich komme nicht darum herum, meinen Unmut hier rauszulassen.Ich komme aus einem Betrieb der auch geschlossen werden soll. Wir befinden uns gerade in der heißen Auseinandersetzungsphase.Auch unser Management hat behauptet wir sind unwirtschaftlich, darum führt an einer Schließung des Standortes nichts vorbei.Von privaten, kapitalistisch orientierten Managern ist nichts anderes zu erwarten.Aber die Dreistigkeit, den Beschäftigten nicht einmal einen Interessenausgleich anzubieten sondern zu sagen, wir bieten euch einen Nachteilsausgleich an und das war es dann, besaßen die nicht.Darum ist das Vorgehen von Dieter Eich im Falle von Sasel und Niederpöcking schlichtweg eine Unverschämtheit. Seine Aussage, das Seminarangebot bleibt erhalten, die Seminare werden nur in Privaten Häusern in und um Hamburg und Starnberg durchgeführt schlägt dem Fass den Boden raus. Anstatt die Gelder im „Gewerkschaftskreislauf“ zu halten, steckt man sie in die Taschen von privaten Hoteliers und Schulungsanbietern, die in ihren Häusern Betriebsratswahlen verhindern und auf die Gewerkschaften schimpfen wo es nur geht.Die Frage sei erlaubt: Wenn ein Hotel mit der Durchführung von Seminaren Gewinne machen kann, warum dann nicht unsere eigenen Häuser? An den Löhnen der Beschäftigten kann es nicht liegen, die sind nicht so hoch. Liegte es dann am Management? Am Wasserkopf in Düsseldorf der mitgezogen werden muss? Die Geschäftsführung empfiehlt dem Bundesvorstand die Schließung von zwei Häusern ohne dem BR und Beschäftigten die Möglichkeit zu geben Alternativen vorzuschlagen z.B. nach § 92a BetrVG. Das lässt jeglichen gewerkschaftliche Hintergrund für solch einschneidende Entscheidungen vermissen.Die Seminare dann von Düsseldorf aus auszuschreiben, für Sasel und Niederpöcking bedeutet doch nichts anderes, als dass die Geschäftsführung ihren eigenen ***** retten will und ihnen das Schicksal der betroffenen Beschäftigten egal ist.Ich “ freue“ mich heute schon auf die Schlagzeilen in unserer „gewerkschaftsfreundlichen“ Medienlandschaft. Sasel und Niederpöcking müssen erhalten bleiben-dafür sollten wir alle kämpfen.Und Nicht vergessen: Auch bei Umstrukturierung muss der Grundsatz gelten:Die Treppe kehrt man von oben her.Damit meine ich die Managementstrukturen in Düsseldorf,da gibt es unzweifelhaft Handlungsbedarf.
Mit solidarischen Grüßen
Werner Bäumler, Betriebsratsvorsitzender
Zarges GmbH, Peiting