Die Schließung der Häuser Starnberg und Sasel ist der Niedergang von gut ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen im Kampf gegen den Niedergang von Sozial- und Arbeitsrechten.
Der DGB sollte vordringlich diese Bildungsstätten erhalten. Wenn wir Weiterbildung verhindern und vernichten werden weitere Austritte die Quittung dafür sein.
Unser Kollege Sommer sollte eigentlich wissen, dass die Schließung Rückschritt bedeutet.
Bereits gestern habe ich deshalb dem Förderkreis folgendes als Mail zugesandt:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
über Jahre wurden von mir und Anderen soweit ich das verfolgen kann bis 2002 die Lehrgänge genutzt um sich politisch weiter zu entwickeln und dabei die bestehenden Gesetze zu kennen und anzuwenden.
Es war ein gutes Rüstzeug was in beiden Häusern Starnberg und Sasel vermittelt wurde.
Mit der Schließung dieser Bildungsstätten gibt der DGB etwas auf, was einen unermäßlichen Schätzwerk für alle Beschäftigten hätte. Nun macht der DGB auch den Fehler die Arbeitnehmer künftig dumm zu halten damit sie nicht mitkriegen wie die Karre in Deutschland langsam aber sicher an die Wand gefahren wird.
Wer nicht ausbildet hat das Vertretungsrecht für die Kolleginnen und Kollegen aufgegeben.
Mein Wunsch wäre es, wenn die Gewerkschaften sich wieder als Kampforganisation in der Öffentlichkeit präsentieren und damit wieder Mitglieder gewinnen. Dann wäre das Thema Schließung von Bildungsstätten gar nicht erst entstanden.
Wie die Städte, der Bund und auch die Gemeinden verkauft nun auch der DGB sein Tafelsilber. Es ist unglaublich!
Hoffentlich könnt Ihr den DGB Vorstand davon überzeugen, dass eine Schließung gerade dieser Bildungsstätten kontraproduktiv ist.
Ich wünsche Euch eine erfolgreiche Gegenwehr!
Es grüßt Euch mit der Hoffnung die Schließungen zu verhindern
Kollege Uwe Boi
Ex-Betriebsratsvorsitzender Philipp Holzmann AG Niederlassung Hamburg

