An den Geschäftsführer
des DGB-Bildungswerk

Dr. Dieter Eich

Sehr geehrter Dr. Eich,

dem einzigen Kollegen im DGB-Bildungswerk, bei dem eine Kündigung gerechtfertigt ist sind Sie!

Sie leben diesen Typen von Arbeitgeber vor, den man sich in Hamburg-Sasel seit Jahrzehnten entgegenstellt. Mitarbeiter die sich für eine gute Sache einsetzen, zu kündigen um andere Kollegen abzuschrecken bzw. Kleinlaut zu machen ist eine Methode die wir bisher nur aus dem Arbeitgeberlager kennen.

Es sind nicht die Menschen wie Hr. Mielke die dem DGB-Bildungswerk und damit dem Gewerkschaftsgedanken der arbeitnehmerrechtlichen Bildung schadet. Es sind Sie mit der Entscheidung, Orte zu schließen.

Und vor allem schaden Sie dem Gewerkschaftsgedanken mit Ihrem persönlichen Verhalten, indem Sie Kollegen die anderer Meinung sind mit einer ausgesprochenen Kündigung versuchen mundtot zu machen.

Ich weiß nicht, ob Sie selbst einmal in Ihrem Berufsleben ein Seminar in Hambur-Sasel besucht haben. Es sind im Besonderen die Referenten und Teamer, die den Unterschied ausmachen, sich nicht für ein Seminar bei einem privaten Anbieter zu entscheiden.

Hinzu kommt der Charme des Tageszentrums Hamburg-Sasel. Da hier – nicht wie einem Hotel – der Erfahrungsaustausch und das knüpfen von Kontakten und Netzwerken vereinfacht wird. Es findet dort am Kicker, Billardtisch oder auch im Grünen statt. In welchem Hotel kann ich bis Nachts in gemütlichen Räumlichkeiten sitzen bleiben, um mich zu unterhalten? In welchem Hotel bin in unter Gleichen an der Bar, um meine Probleme vor Ort zu erläutern?

Hr Eich, ich spreche Ihnen hiermit eine Kündigung aus!

Auch wenn Sie rechtlich nichts zu befürchten haben, hoffe ich das diese Kündigung Sie zum Nachdenken bewegt

Michael Meyer
stellv. BR-Vorsitzender Debeka Hauptverwaltung
Mitglied des Gesamtbetriebsrat
ver.di-Mitglied
Landesfachgruppenvorstand Versicherungen
Bundesfachgruppenvorstand Versicherungen
Mitglied der gr. Tarifkommission