Lieber Kollege Eich,

das kann es ja nun wirklich nicht sein. Aus und vorbei für das Bildungszentrum Sasel und Starnberg, nur weil angeblich die Zahlen nicht stimmen?

Wenn in meinem Verantwortungsbereich Zahlen nicht stimmen, so bin ich als Geschäftsführer doch verpflichtet dafür Sorge zu tragen, dass die Zahlen sich verbessern. Den Laden dagegen einfach dicht zu machen ist wohl aber einfacher und bequemer? Ein Stück gewachsene, gelebte gewerkschaftliche Bildungskultur zu erhalten und zukunftsfähig zu machen wäre die Aufgabe des Vorstandes und der Geschäftsführung des Bildungswerkes.

Wo ist Euer Kampfgeist?

Ich selbst habe Sasel seinen Mitarbeitern viel zu verdanken, als junger Betriebsrat habe ich dort eine gute und solide arbeitsrechtliche Grundausbildung erfahren und auch später als Gewerkschaftssekretär hat mich mein Weg oft wieder nach Sasel geführt. Ich habe mich dort immer wohlgefühlt, die interessanten Diskussionen im Kollegenkreis genossen und ich habe von den Dozentinnen viele wichtige Anregungen erhalten. Sasel ist für mich gewerkschaftliches Zuhause. Also lasst uns klären, wie wir es erhalten können. Insbesondere für den Norden wäre die Schließung verheerend.

Mit solidarischen Grüßen

Gerold Haag
Tarifpolitische Grundsatzabteilung ver.di