An den Vorstand des DGB und der IGM,
ich kann die Gründe für den offensichtlichen Streit zwischen DGB und IGM im Detail nicht verstehen, verstehe aber soviel, daß der eine dem anderen die Schuld für die Schließung der Bildungsstätten anhängen möchte. Ich habe dafür nur ein begrenztes Verständnis.
Richtig wäre aus meiner Sicht gemeinsame Konzepte zu erarbeiten, wie diese Bildungsstätten uns Mitgliedern weiter erhalten bleiben. Ich habe viele Kurse in Sasel mitgemacht und war von der Qualität der Weiterbildung und der Unterbringung immer wieder überzeugt. Ich empfehle daher allen meinen BR Kollegen diese Bildungsstätte.
Es wäre für uns Mitglieder wirklich ein Verlust darauf verzichten zu müssen. Also bitte meine Herren Vorstände und Verantwortliche, ich appeliere an Sie diese Bildungsstätten zu erhalten im Interesse der Betriebsräte und der betrieblichen Mitbestimmung.
Gerhard Urban
(Mitglied im Betriebsrat der Astrium Bremen)


Lieber Kollege Urban,
ich glaube, hier geht es nicht um Streit oder jemandem die Schuld „anzuhängen“. Für mich geht es als IG-Metallerin darum, dass – siehe den Blog des DGB-Bildungswerkes – endlich mal klargestellt wird, dass hier nicht aus einer angeblichen Geldgier des neuen Besitzers des Hauses am Starnberger Sees die Entscheidung getroffen werden „muss“ und das auch noch innerhalb der Gewerkschaftsbewegung – wie bisher behauptet wurde.
Allerdings bin ich auch – wie Du – der Meinung, dass nun endlich die wahren Gründen für die Schließungsbeschlüsse auf den Tisch und die Alternativen erarbeitet werden müssen, um alle Häuser für uns Betriebsräte zu erhalten.
Auch ich werde so lange wie möglich so viele meiner BR-Kolleginnen und -Kollegen nach Sasel und/ oder Starnberg schicken, wie es die angebotenen Themen und die Möglichkeiten erlauben.
Ohne diese Häuser werden wir uns sehr genau überlegen, welche Bildungsangebote wir dann nutzen werden.