Blog für Unterstützerinnen und Unterstützer unseres Aufrufs ...


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Betriebsräte benötigen für ihre Arbeit Qualifizierung. Alle Beiträge auf dieser Seite entstanden im Kampf für den Erhalt der dafür wichtigen Bildungsstätten des DGB in Hamburg Sasel und am Starnberger See.

Für deren Schließung gab es keinen Grund, denn die Häuser waren sehr beliebt und schon deshalb gut belegt. Doch obwohl sich Tausende Betriebsräte für den Erhalt der Häuser einsetzten und alle Argumente der Schließungsbefürworter widerlegt werden konnten, zogen DGB-Vorsitzender Michael Sommer und sein Bildungswerk-Geschäftsführer Dr. Dieter Eich diese unbarmherzig durch.

Das letzte Seminar, das in den Häusern stattfand, endete am 25. November 2011. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist nun entlassen und die Häuser werden zum 31.12.2011 geschlossen.
Dieser Blog des Förderkreises Sasel wurde eingerichtet, um den Unterstützerinnen und Unterstützern unseres Aufrufes eine eigene Plattform zu geben.

Es ist dies also kein allgemeines Forum, wo auch alle anderen denkbaren Themen diskutiert und behandelt werden. Uns geht es mit diesem Blog um einen Austausch derjenigen, die sich für den Erhalt unserer Bildungszentren stark machen!

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foerderkreis-sasel@alice.de.
 

Auf jeder Seite unseres Blogs werden 40 Beiträge dokumentiert. Hier kannst Du zwischen diesen Seiten navigieren. 

 
Beitrag von Ursula Pützhofen
geschrieben am 20.10.2010 um 09:49 Uhr

toi,toi,toi, ich drücke euch die Daumen,
damit wir in Sasel noch einen menge lernen können und die Arbeitsplätze erhalten werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula

 
Beitrag von Ralf Hochwald
geschrieben am 20.10.2010 um 05:32 Uhr

Ich finde es skandalös, daß so eine gute Bildungsstätte geschlossen werden soll. Ich war schon öfters in Sasel und habe mich immer sehr wohl gefühlt. Wichtiger noch aber, sind die Lerninhalte die dort vermittelt wurden. Ich bin wie andere auch der Meinung, wenn diese Einrichtung wegfällt, dann werden auch einige Seminateilnehmer zu anderen Bildungsträgern abwandern.

Ich hoffe es kann auch im Sinne der Angestellten noch abgewendet werden.

 
Beitrag von Reinhard Kratzert
geschrieben am 20.10.2010 um 05:23 Uhr

Hallo Kolleginnen und Kollegen,

alle sprechen von Qualifizierung und Weiterbildung aber es entsteht der Eindruck das nicht diese Bildung gemeint ist. Speziell in Hamburg Sasel, wird ein Qualität an Bildung vermittelt, die ihres gleichen sucht.

Nicht nur darum muss Sasel bleiben..

Gruß
Ich

 
Beitrag von Thomas Thielemann
geschrieben am 19.10.2010 um 08:00 Uhr

Es ist eine Schande, dass Vertreter unserer Dachorganisation so etwas beschließen. Die Verantwortlichen sollte man wegen Unfähigkeit aus ihrem Amt jagen.

Überall ist die Rede davon, dass Bildung die Zukunft sei. Der DGB sollte mal seine Finanzen offen legen, damit wir, die Mitglieder als Beitragszahler wissen, was so alles mit dem Geld passiert. Und dann könnten wir ja Vorschläge machen, welche Posten man streicht, um genügend Geld für die Bildungsarbeit zu haben.Vorraussetzung dazu ist aber die absolute Transparenz der DGB Finanzen!!

Mir stellt sich darüber hinaus die Frage, was können wir noch tun, außer Resolutionen zu unterschreiben?

Gruß Th. Thielemann
Betriebsrat Gruner und Jahr Verlag Hamburg

1 Kommentar

 
Beitrag von LabourNet Germany
geschrieben am 18.10.2010 um 21:39 Uhr

Das bundesweit tätige Netzwerk LabourNet.de Germany berichtete am Montag in seinem bundesweit verschickten Newsletter von der bevorstehenden Schließung der Tagungsstätten in Sasel und Starnberg. Unser Plakat mit dem Sensenmann ist dort nun auch auf der Webseite frontal zu sehen.

Der Bericht im Newsletter trägt folgenden Text:

neu im LabourNet Germany am Montag, 18. Oktober 2010:

Tagungsstätte Hamburg-Sasel: Aufstand gegen die DGB-Bosse

Der DGB will seine Tagungsstätte in Hamburg-Sasel schließen. Die Arbeitnehmervertreter des Seminarhauses informierte er erst hinterher. Betriebsräte und Einzelgewerkschaften protestieren. Artikel von Kai von Appen in der TAZ-Nord vom 14.10.2010
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/aufstand-gegen-die-dgb-bosse/

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Beitrag von Förderkreis Sasel
geschrieben am 18.10.2010 um 21:32 Uhr

Gesamtbetriebsrat kritisiert mangelnde Kooperationsbereitschaft der Geschäftsführung

In einem Sonder-Info für die Belegschaft hat der Gesamtbetriebsrat (GBR) am Freitag über die aktuelle Situation im DGB Bildungswerk informiert, und dabei auch eigene klare Positionen bezogen:

Kritisiert wird in dem Info vor allem die mangelhafte Kooperationsbereitschaft auf Seiten der Geschäftsführung, die zahlreiche Gesprächsangebote der Arbeitnehmervertreter ausschlug und bis heute ihren nach dem Betriebsverfassungsgesetz gebotenen Informationspflichten nur teilweise nachkommt. So aber seien zahlreiche Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung und der tatsächlichen Situation des DGB Bildungswerks nach wie vor im Dunklen, betont der GBR in seiner Erklärung.

Nicht nachvollziehbar sei es ebenfalls, wie Bildungsangebote ohne die Tagungshäuser fortgeführt werden könnten, denn selbst Dr. Dieter Eich als Geschäftsführer habe bei anderer Gelegenheit bereits einen denkbaren Rückgang in den Seminarangeboten von etwa 30 bis 50 Prozent für möglich gehalten.

In der Tat: bis heute liegen noch nicht einmal Eckpunkte eines konzeptionellen Vorschlags für die Zukunft des Geschäftsbereichs Betriebsratsqualifizierung nach einer möglichen Schließung der beiden Häuser vor. Auch die „notwendige Debatte“ zur inhaltlichen und strategischen Ausrichtung des Bildungswerks insgesamt, findet nicht statt. So aber sei der Beschluss des Vorstandes vom 4. Oktober für die Arbeitnehmervertreter in keiner Weise akzeptabel. Sie betonen deshalb auch, dass Sozialplanmittel besser zur Sanierung der Häuser, als für die Finanzierung von Arbeitslosigkeit einzusetzen sind.
(mehr …)

 
Beitrag von Friedrich Paschke
geschrieben am 18.10.2010 um 06:56 Uhr

Sehr geehrte Kollegen der Geschäftsführung,

als ehrenamtlicher Seminarmitarbeiter der Gewerkschaft Verdi halte ich es für einen Skandal, wenn das DGB-Bildungswerk die beiden Bildungsstätten in Sasel und Niederpöcking schließt. Gewerkschaftliche Bildungsarbeit ist der Grundstein für selbstbewusste Mitglieder, die wir als Gewerkschaften brauchen um Werte wie Solidarität in die Gesellschaft zu tragen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Mitglieder, die an gewerkschaftlichen Bildungsmaßnahmen teilgenommen haben, eine enge Bindung an ihre Gewerkschaft haben und aktiv für ihre Gewerkschjaft eintreten. Wenn wir uns dieses Instrumentes selbst berauben, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften des DGB sich weiterhin nwegativ entwickeln. Als aktives Mitglied der Gewerkschaft Verdi habe ich schon mal eine Schließungsorgie von 5 Bildungsstätten miterlebt. Das war eine der schlimmsten Fehlentscheidungen die Verdi damals getroffen hat. So etwas darf sich nich noch einmal wiederholen und ich fordere deshalb, die beiden Bildungsstätten weiter zu betreiben. Bildung ist eine Investition in die Zukunft der Gewerkschaften.

Mit kollegialen Grüßen
Friedrich Paschke

 
Beitrag von Marcel Schecker
geschrieben am 17.10.2010 um 21:19 Uhr

Hi, gerade heutzutage sind Bildungsstätten mehr denn je gefragt um bei wichtigen Sachen mitreden zu können und auch sich durchsetzen zu können.

Vote für Euch.

Gruß Marcel

 
Beitrag von Leserbriefe in der taz: Lothar Jessen, Christine Zumbeck und andere …
geschrieben am 17.10.2010 um 15:36 Uhr

Nach Erscheinen eines größeren Artikels in der taz-nord, der sich mit der Schließung unsere Bildungszentren befasst, erschienen dazu in der Online Ausgabe verschiedene Leserbriefe, die wir hier – in der Reihenfolge ihres Eingangs dokumentieren:

15.10.2010 00:01 Uhr:
von Lothar Jessen:

Ja herzlichen Glückwunsch liebe Taz! Üblicherweise bin ich es gewohnt, als uralter Taz-Leser, dass man bei der Organisation, über die man berichtet, mal zur Korrektur nachfragt!

blog.dgb-bildungswerk.de

Ihr aber nicht?

mfg
Lothar

***
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Beitrag von Peter Wandrey
geschrieben am 16.10.2010 um 19:34 Uhr

Sasel soll bleiben!

„Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zu essen, bitte sehr. Es macht ihn kein Geschwätz nicht satt, das schafft kein Essen her.“
Brecht

 
Beitrag von Markus Kraftczyk
geschrieben am 15.10.2010 um 18:53 Uhr

Hmm, ich hab mir mal die Mühe gemacht die langen Argumentationen der Geschäftsführung des Bildungswerks durchzulesen. Ich kann von außen nicht beurteilen ob das alles so stimmt, aber ich fände es gut wenn ihr vom „Förderkeis“ euch mal zu den Punkten äußern könntet. Ist das alles quatsch was die sagen? Mir würde da etwas mehr inhaltiche Information von euch statt, naja, Polemik, sehr bei der Einschätzung helfen. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der DGB ohne gute Gründe eine solch traditionsreiche Einrichtung schließt.

1 Kommentar

 
Beitrag von Hartmut
geschrieben am 15.10.2010 um 18:30 Uhr

NACHTRAG:

Ich möchte niemandem auf die Füße treten, der es wirklich ernst meint, mit dem Begehren die Bildung für Betriebsräte im Rahmen der gewerkschaftlichen Bildungswege aufrecht zu erhalten, aber ich, als Gewerkschafter(Beitragszahler und Tarifdurchsetzer) seit mehr als 25 Jahren, wage es eine gewisse Erntshaftigkeit zu bezweifeln wenn sich hochrangige DGB-Ämter in der öffentlichen Presse über Kleinigkeiten aufregen, während fast 2500 Beitragszahler und Kollegen mit ihrem Namen „nur“ eine Gesprächsbereitschaft und die gemeinsame Beratung von Lösungen fordern, um den Erhalt zweier wichtiger Bildungsstätten und deren Arbeitsplätze zu ermöglichen.

Ob die beiden Kollegen dem DGB und der ganzen Diskussion mit diesen Kommentaren einen guten Dienst erwiesen haben, möchte und kann ich nicht beurteilen.

 
Beitrag von Hartmut
geschrieben am 15.10.2010 um 17:33 Uhr

Gerade unter TAZ-Online gelesen. Kommentare zu dem Sasel Artikel:
Leserkommentare15.10.2010 09:58 Uhr:
–> von christine zumbeck:
Sehr geehrter Herr von Appen,

ich denke, Sie haben da etwas missverstanden. Herr Mielke ist mitnichten Betriebsrat in der Tagungsstätte. Insoweit dürfte ihm auch die Beteiligung des Betriebsrats in der Angelegenheit nur vom Hörensagen bekannt sein. Ich hätte es gut gefunden, die Fakten auf den Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Ansonsten freue ich mich, dass Sie die Qualität der Schulungen als besonders positiv hervorheben, es wird sie in der gleichen Qualität auch in Zukunft geben.

Christine Zumbeck
Leiterin des Geschäftsbereichs Betriebsrätequalifizierung im DGB Bildungswerk
und ansässig im Tagungszentrum Sasel

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2 Kommentare

 
Beitrag von Susanne Tröndle
geschrieben am 15.10.2010 um 13:21 Uhr

Hallo,
ich finde die Entscheidung überaus schlecht. Wir sollten auch Rücksicht auf Kolleginnen und Kollegen nehmen, die nicht jeden Abend in einer Bar oder Kneipe in einem teuren Hotel sitzen können, da sie es sich nicht leisten können. Gerade die Gespräch und der Austausch am Abend waren in den Bildungsstätten immer sehr fruchtbar! Das will ich so nicht hinnehmen!

 
Beitrag von Götz Kluge
geschrieben am 15.10.2010 um 09:43 Uhr

Ich nahm an Seminaren in Sasel und in Niederpöcking teil. Das waren schöne Erfahrungen. Ist die Schließung wirklich unvermeidlich? Ziemlich traurig, wenn die geschlossen werden. Es wird immer kälter in der Arbeitswelt. Da können solche Inseln helfen.

Wie gehen wir mit den Schließungsplänen (die wohl auch den Entscheidern in dieser Sache weh tun) in einer öffentlichen Diskussion um? Das ist ja auch ein Stückchen gewerkschaftliche Selbstdarstellung.

 
Beitrag von René Koroliuk
geschrieben am 14.10.2010 um 19:43 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich arbeite selbst für das DGB Bildungswerk in Hattingen und kann die starke Betroffenheit über die aktuellen Beschlüsse gut verstehen – mir ginge es bei einer geplanten Schließung unseres Hauses nicht anders.
Dennoch scheint mir eine Versachlichung der Diskussion für alle Beteiligten besser zu sein. Dies gelingt meiner Meinung nach am ehesten, wenn sich alle daran Interessierten direkt mit der Argumentation von Vorstand und Geschäftsführung auseinandersetzen, die man unter: http://blog.dgb-bildungswerk.de nachlesen und kommentieren kann.

René Koroliuk

Redakt. Anmerkung:
Dieser Beitrag ging der FK-Redaktion bereits am 14.10.2010 um 21:43 Uhr zu. Hier eingefügt wurde er erst am 19.10.2010. Im alten Diskussionsforum war nicht zwingend vorgegeben, dass eine Mail-Adresse vor Zusendung angegeben werden muss. Aus bestimmten Gründen mussten wir annehmen, dass dieser Zugang unter einem Fremdnamen verschickt wurde. Dies ist nicht der Fall. Wir bitten daher um Entschuldigung.

 
Beitrag von Bettina Reckert
geschrieben am 14.10.2010 um 15:14 Uhr

Werter Thomas,
ich stehe immer gerne für eine Diskussion zur Verfügung – gerade, wenn die Ansichten anscheinden doch etwas auseinander klaffen.
Auf Deinen Kommentar hin möchte ich einfach mal hinten anfangen:
Wenn ich Dich richtig verstehe – weil das ist in manchen Deiner Äußerungen schwierig, Deine Zielsetzung Deiner Aussagen heraus zu lesen – vermisst Du die Sachargumentation und die Darstellung der „besseren Lösung“.
Ich glaube, dazu wird in den gesamten Beträgen in diesem Diskussionsformu sehr viel geäußert. Man muss dies nur auch sehen wollen. Denn – so sehe ich das – wird dargestellt, was auch und besonders der DGB aber auch unsere gesamte Gewerkschaftsstruktur verliert und auf’s Spiel setzt, wenn man die beiden Häuser schließt und Bildung an anderen Orten abhält. Auch dazu kann man wieder geteilter Meingung sein. Ich bin mir aber sicher, dass genau das die Gefahr ist.
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1 Kommentar

 
Beitrag von Paul Müller
geschrieben am 14.10.2010 um 08:42 Uhr

Ich habe ja schon in meinem Berufsleben viele verschiedeneSeminare und Seminarhäuser besucht und erlebt.
Mit Abstand das Beste ist für mich Sasel.Es ist für mich absolut unverständlich daß dieses Haus zugemacht wird.Das Wissen das hier vermittelt wird geht unwiderbringlich in dieser Qualität verloren.Alle die meiner Meinung sind sollten dies auch kund tun.Eines sollte man wissen:
Eine funktioniernte Mitbestimmung lebt und stirbt mit der Qualität der Ausbildung und des Wissens der Akteure auf der Mitbestimmungsseite.
Und die Möglichkeit des Austauschs bei Problemen des Arbeitsalltages und die sofortige Beantwortung von Rechtsfragen vom Team Sasel ist vorbildlich.
Meine Unterstützung und die unserer Kolleginnen und Kollegen aus dem Saarland habt ihr.

Paul Müller
Schwerbehindertenvertruensperson
Disability Manager

 
Beitrag von Mark Siepen
geschrieben am 14.10.2010 um 04:48 Uhr

Hallo,
ich meine, Sasel muss auf jeden Fall erhalten bleiben. War gerade erst wieder dort zu einer Weiterbildung. Wie aufopferungsvoll, herzlich und liebevoll dort alle Kolleginnen und Kollegen, trotz der miserablen Nachrichten weiter ihren Dienst versehen, verdient Respekt und Anerkennung. Von mir jedenfalls meinen herzlichsten Dank an alle!
Schöne Grüße
Mark Siepen

 
Beitrag von Patrick Scheib
geschrieben am 13.10.2010 um 19:14 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist eine Schande, dass die gewerkschaftspolitische Bildungsarbeit immer weiter eingestampft wird! Gerade in der heutigen Zeit ist diese aber m. E. enorm wichtig. Wenn unsere Mitglieder nicht gebildet werden und dadurch Erkenntnis in gesellschaftliche Zusammenhänge erhalten, werden sie auch weder ihre ureigensten Interessen verteidigen noch langfristig in unseren Gewerkschaften gebunden bleiben. „Gebildet“ werden sie zwar auch ausserhalb – etwa von den vorherrschenden Medien – häufig allerdings nicht in einem gesellschaftskritischen Sinn.

Die DGB-Schule in Sasel leistet eine gute und politisch sinnvolle Arbeit. Daher: Sasel muss erhalten bleiben!

Mit solidarischen Grüßen aus Köln

Patrick Scheib
(Gewerkschaftssekretär in Ausbildung, IG BAU)

 
Beitrag von Jürgen Szalies
geschrieben am 13.10.2010 um 17:01 Uhr

Verdammt!. Ich kann dem DGB nur raten, löst eure internen Probleme über BR-Weiterbildung selber. Und tragt es nicht auf dem Rücken unsere besten Weiterbildungshäuser wie HH-Sasel und Starnberg aus.WIR sind eure Kunden,und WIR möchten mit entscheiden dürfen wo wir uns gut aufgehoben fühlen !.Denn WIR bringen euch den Umsatz, und das Geld !. „Never change, a good running System“!!!. Jürgen Szalies BR und Bildungsbeauftragter der Hüttenwerke Krupp Mannesmann Duisburg.

 
Beitrag von Tomaschewski-Wessendorf, Uwe
geschrieben am 13.10.2010 um 12:47 Uhr

hallo leute, ich komme gerade von einem seminar des dgb bildungswerkes/ IGM aus köln wieder. das seminar fand im holiday inn statt.ich muss sagen das man in unseren bildungsstätten wesentlich besser aufgehoben ist als in den hotels.die bildungsstätten müssen bleiben. man hat wenig zeit sich mal auszutauschen untereinander am abend, weil immer wieder herscharen von geschäftsleuten einfallen und sich über entgangene oder abgeschlossenen geschäfte zu unterhalten. keine ruhe. Ambiente abgehoben und steril, ganz abgesehen von den nebenkosten(auch wenn der AG dies bezahlt, 10€ parkgebühr am tag/ Frechheit). bin im november wieder in sasel. habe auch in den bewertungsbögen meine meinung kundgetan. bildungsstätten müssen bleiben. gruß uwe

 
Beitrag von Aktiven aus dem Förderkreis Sasel
geschrieben am 13.10.2010 um 12:46 Uhr

ERSTER KLEINER ERFOLG UNSERER AKTIONEN: DER DGB REAGIERT AUF DIE VORGETRAGENE KRITIK!

Als der Förderkreis am Montag seine Pressemitteilung versandte, meldete sich eine Mitarbeiterin aus dem DGB Bundesvorstand, um darauf hinzuweisen, dass die Beschlüsse allein im Vorstand des Bildungswerks getroffen worden seien. Das ist zwar nicht ganz wahr, denn an der Entscheidung war auch die DGB-Vize-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock beteiligt, aber immerhin … Vorsichtig wird nun sogar Gesprächsbereitschaft signalisiert …

Seit heute sind auf der Webseite des DGB Bildungswerks zur Betriebsratsqualifizierung – gleich an vorgehobener Stelle – zwei Stellungnahmen der Geschäftsführung des DGB Bildungswerks zu lesen. Eine Stellungnahme zur „Restrukturierung“ und eine weitere zur Pressemitteilung des Förderkreises. Beide Materialien wurden offenbar in großer Eile angefertigt, denn noch am Freitag war dort anderes zu lesen.

Nun heißt es immerhin:“Da wir derzeit noch auf der Suche nach geeigneten Tagungszentren im Raum Hamburg und Starnberg- München sind, lassen sich die Auswirkungen auf die Belegschaft noch nicht abschließend beurteilen. Da notwendige Interessenausgleichsverhandlungen geplant sind, bleibt abzuwarten, ob sich daraus noch neue Aspekte für die Zukunftsgestaltung ergeben.“ Auch ist jetzt nur noch von einem „möglichen Verlust“ von Arbeitsplätzen die Rede. Hatte sich Bildungswerk-Geschäftsführer Dr. Dieter Eich bisher geweigert, auch nur die Unterschriften, die der Förderkreis sammelte, entgegen zu nehmen, so heißt es jetzt, dass man „nicht an einem Schlagabtausch mit dem Förderkreis“ interessiert sei, sondern „konstruktive Zusammenarbeit“ wünsche. Das sind ja ganz neue Töne!

Und in der anderen Erklärung heißt es, dass man Seminare nicht in Hotels auslagern möchte. Noch Mitte letzter Woche hatte Dr. Dieter Eich genau ein solches Hotel im Hamburger Stadtteil Nettelnburg als Alternative zu Sasel vorgeschlagen …

LASST IN EUREM DRUCK DESHALB BITTE NICHT NACH UND SAGT HIER AUF DIESEM FORUM GANZ DEUTLICH, WAS IHR VON DEM BESCHLUSS ZUR SCHLIESSUNG DER BILDUNGSZENTREN HALTET!

 
Beitrag von Bettina Reckert
geschrieben am 13.10.2010 um 11:53 Uhr

Lieber Kollege Franke,

es ist mir eigentlich ziemlich egal, ob Du Beschäftigter des DGB Bildungswerkes bist oder ganz wo anders von „weg“ bist 🙂

In einer Demokratie ist es zum Glück erlaubt, auch eine andere, als die gängige Meinung zu haben und vor allen Dingen auch öffentlich zu vertreten. Dazu soll auch – meiner Ansicht nach – dieses Diskussionsforum dienen. Und ich glaube, eine andere, als die hier sonst geäußerte Meinung, regt die Diskussion nur an und ist deshalb durchaus sinnvoll und hilfreich. Von daher besten Dank für Deinen Eintrag.

Damit ich nicht falsch verstanden werde – ich bin trotzdem anderer Meinung als Du!

Selbstverständlich – und das sage ich als langjährige Referentin für die IGM und inzwischen auch Teamerin für das DGB-Bildungswerk Bund – ist es richtig, dass unsere Seminare sich nicht nur durch den Ort von den sogenannten „freien Anbietern“ unterscheiden. Allerdings möchte ich unterstreichen, dass ich den Begriff der „allgemeinen politischen Prägung“ unserer Semianre bevorzuge im Gegensatz zu Deinen Begriffen „gewerkschaftlich“ und „arbeitnehmerpolitisch“. Denn ich glaube, wir gehen über diese beiden Begrifflichkeiten hinaus und machen deshalb „politische“ Seminare im weiten Sinne dieses Begriffes.

(mehr …)

2 Kommentare

 
Beitrag von Thomas Franke
geschrieben am 12.10.2010 um 21:50 Uhr

Hallo Freunde des Bildungswerkes,
was mich nachdenklich macht ist:
Warum fordert der Föerderkreis einerseits auf, eine Immobilie im Raum Hamburg zu suchen, anderererseits allerdings unsachlich die Schließung von Sasel anprangert? Die Argumentation für den Erhalt ist ökonomiswch nicht nachvollziehbar. Bildungspolitisch wird behauptet: ohne Sasel und Starnberger See gäbe es keine Angebote mehr im Sinne „gewerkschaftlicher Orientierung“. Sicher bieten eigene Häuser hier ein großes Maß an Identifikationsmöglichkeit. Verkannt wird aber, dass auch die Inhalte nicht „wertneutral“ dargestellt/vermittelt werden, sondern „gewerkschaftlich“ und „arbeitnehmerpolitisch“ geprägt. Wer ist Mitglied im Förderkreis außer Hans Mielke… über ihn gibt es keine weiteren Auskünfte? Sind es Personen, die am Weiterbestehen von Sasel ihren Umsatz wg. Referentenhonoraren sichern wollen? Warum dann die Stimmungsmache gegen Vorstand und Geschäftsführung ohne Sachargumentation? Warum dann „politische Aktion“, die zum Schaden der Betroffenen vor Ort werden könnten. Ich erlebe eine Aktion – unausgegoren, die zur Sachklärung im Moment noch nicht in der Lage ist. Stimmungsmache allein schadet dem Bildungswerk, vor allem den Betroffenen der beiden Standorte.

2 Kommentare

 
Beitrag von Norbert Galla
geschrieben am 12.10.2010 um 12:01 Uhr

Wenn ich mir die Photodokumentation zur Belegschafts- und Teamer-/Referentenversammlung ansehe, so kann ich eine Frage, die gestellt wurde, nur unterstreichen und folgende Antwort darauf geben:

JA, DIE VERANTWORTLICHEN DES DGB-BILDUNGSWERKES SIND FEIGE!!!!

Es tut mir als bekennender und kämpferischer Gewerkschafter in der Seele weh, dies sagen zu müssen. Aber leider ist es so.

Eine Kollegin und DGB-Funktionärin hatte den 1. Vorsitzenden unserer Heimatgewerkschaft angeschrieben. Zumindest hat direkt am nächsten Tag ein Mitarbeiter seines Funktionsbereiches geantwortet. Zwar kann man über den Inhalt der Antwort geteilter Meinung sein, aber zumindest hat man sich den „Sorgen und Nöten“ eines Mitglieds angenommen.

Keine 2 Tage später ist das vorgenannte Anschreiben auch an ALLE Mitglieder des DGB-Bundesvorstandes per Mail verschickt worden.

Bis heute: NULL ANTWORT

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Beitrag von Dr. Peter Enders
geschrieben am 12.10.2010 um 07:58 Uhr

Hallo *,

ich bin IGM-Vertrauensmann bei Nokia Siemens Networks. Ich war noch nicht in Sasel bzw. Starnberg (Ihr solltet Euch wirklich zusammen tun!), aber in Berlin-Pichelsee, und kann aus eigener Erfahrung bestätigen: es ist wirklich besser als in Hotels, wo meistens eine abgehobene, kalte Athmosphäre herrscht.

Was mich an der Berichterstattung besonders erschreckt, ist, dass die GF wie ein „gewöhnlicher“ Arbeit“geber“ aufzutreten scheint. Hierzu sollte eine Stellungnahme sowohl der GF als auch des DGB-Vorstandes eingeholt werden. Letzterem sollte man das Glaubwürdigkeitsproblem vor Augen halten, das aus dem Widerspruch zwischen Reden und eigenem Handeln entsteht.

Ich drücke Euch die Daumen!

Peter

 
Beitrag von Schlange Ingo
geschrieben am 12.10.2010 um 06:01 Uhr

Ich, als IG Metall betreuter Betriebsrat, bin immer gerne nach Saasel gekommen. Ich bin der Meinung, das ich nirgendwo anders so gute, informelle Arbeitsrechtsseminare usw. besuchen konnte wie hier in Saasel.
Deswegen werde ich jetzt im Oktober auch zum ersten mal nach Starnberg fahren. Ich bin im voraus schon davon überzeugt, dass auch dieses Seminar ein Volltreffer ist.
Die DGB Bildungsstätten müssen erhalten werden!!!

 
Beitrag von Kathrin Schwarz
geschrieben am 11.10.2010 um 23:50 Uhr

Traurig und wütend, geht doch gar nicht, die Bildung in HH geht baden. Da kommt noch was … MUT und SOLIDARITÄT!

 
Beitrag von Dennert Armin
geschrieben am 11.10.2010 um 19:09 Uhr

Es ist das einzige DGB Haus mit Anwaltsanbindung.

 
Beitrag von Henning Lange
geschrieben am 11.10.2010 um 17:46 Uhr

Ich fasse es nicht. Durch Sasel sind Generationen von Interessensvertretungen gegangen, hauptamtliche Kolleginnen und Kollegen der DGB-Einzelgewerkschaften haben sich in Sasel durch Bildung und Weiterbildung ihr Wissen für die tägliche Arbeit geholt und nun sollen die Lichter ausgehen? Wie ernsthaft wurden die Vorschläge der in Sasel engagiert arbeitenden Kolleginnen und Kollegen geprüft? Aus meiner Sicht gab es tragfähige Alternativen gegen eine Abwicklung. Kollege Michael Sommer, lass deinen Worten auf dem „Kapitalismuskongress“ (letzte Woche in Berlin) Taten folgen. Mach die Angelegenheit zur Chefsache. Wir alle brauchen die DGB Bildungseinrichtung HH-Sasel.

 
Beitrag von Christian Jürgensen
geschrieben am 11.10.2010 um 16:39 Uhr

Soweit ist es also schon gekommen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ohne Weiterbildung wird die Zukunft duster sein. Es gab eine Zeit, in der Gewerkschaftshäuser geschlossen worden sind…Denkt bitte daran und laßt die Bildungshäuser weiterleben !!!!!Mit solidarischen Grüßen.
Chrischan

 
Beitrag von Martina Humburg
geschrieben am 11.10.2010 um 11:51 Uhr

Ich bin geschockt.
Ich bin seit über 16 Jahren Betriebsratsmitglied und habe mein Fachwissen, beispielsweise zum Arbeitsrecht in Sasel erhalten.
Die Referenten sind das Beste was es zu diesem Thema gibt.
Ich habe den Standort in Sasel immer sehr geschätzt und die Lage ist einfach optimal.
Es gibt für mich keinen vernünftige Grund die Schule zu schliessen.
Wir die Mitglieder der Gewerkschaften zählen wohl nicht mehr. Die Politik ist auch dort angekommen. Es ist nicht zu fassen, in welchem Land befinden wir uns eigentlich? Die privaten Anbieter werden die Gewinner der Aktion sein…….
Finger weg von Sasel !!!!

 
Beitrag von Robert Niman
geschrieben am 11.10.2010 um 11:51 Uhr

Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren.
Ich denke aber das die Würfel bereits gefallen sind.(Leider)

 
Beitrag von Franke, Volker
geschrieben am 11.10.2010 um 11:42 Uhr

Eigentlich sollte man meinen, dass die moderne Arbeitswelt eher mehr als weniger Weiterbildug braucht. Das Internet läuft jetzt schon den Alteren davon, wenn man sich twitter, blogs und facebook anschaut. Das web wird vermutlich mehr und mehr an Geschwindigkeit gewinnen und das Wissen vermehrt sich schon im Minutentakt. Damit muss man umgehen lernen.

 
Beitrag von Jöran Muuß-Merholz
geschrieben am 11.10.2010 um 11:31 Uhr

Wie wichtig sind Weiterbildung und politische Bildung dem DGB?
Sind die Schließungen von Sasel und Starnberg die Antwort auf diese Frage?

 
Beitrag von Jürgen Szalies
geschrieben am 11.10.2010 um 11:27 Uhr

HH Sasel und Starnberg zu schließen setzt für mich ein deutliches Signal!. Vieleicht will sich ja der DGB Komplett aus der BR-Weiterbildung zurück ziehen!.Das sollte er aber so nicht machen. Der DGB sollte wissen: “ Wer am Tigerkäfig rüttelt, muß auch wissen was danach passiert „. In diesem Sinne. Glück auf. Jürgen Szalies BR Hüttenwerke Krupp Mannesmann Duisburg.

 
Beitrag von Anja Albrecht
geschrieben am 11.10.2010 um 10:58 Uhr

Die Entscheidung des DGB, eine lebendige und wirtschaftlich funktionierende Bildungsstätte wie Sasel zu schließen, wirkt verrückt!
Erinnert mich an Unternehmen, die lebendig/wirtschaftliche Zweige von sich schließen, „nur“ weil die Rendite nicht hoch genug ist…
Der DGB ist weder Unternehmen im klassischen Sinne, noch hat er den Auftrag Rendite zu steigern.
Und der DGB ist kein abstraktes Gebilde, sondern da arbeiten und entscheiden Menschen.
Diese Menschen mögen bitte ihren Kopf benutzen, sich erinnern, den eigenen Werdegang in Augenschein nehmen und ihr Selbstverständnis von Bildung genauer betrachten! Gut möglich, dass Euch diese Schließung auch verrückt vorkommt.

 
Beitrag von Anke Drewes
geschrieben am 11.10.2010 um 10:30 Uhr

Hallo
Ich arbeite selbst in einem Bildungszentrum von ver.di und finde es unmöglich, das mal wieder an der Bildung gespart wird. Die Politiker und die Gewerkschafter sprechen immer nur von Bildung und das man diese weiter ausbauen muss, aber investieren und handeln tuen sie anders. Da wundert es mich nicht, das keiner mehr an sie glaubt und immer mehr Leute der Gewerkschaft den Rücken kehren.
Anstatt aktionen sammelt doch einfach von jedem der an die Bildung glaubt und sie erhalten will einen Euro und fragt den Bundesvorstand doch mal ob er nicht mal 1 % vom Gehalt dafür geben will und zwar ein Jahr lang, damit könnt ihr bestimmt die Bildungsstätte am laufen halten. Wir sind ja auch bereit jeden Monat 1 % für sie zu geben.
Lieben Gruß und seid stark
Anke

 
Beitrag von Christian Walter
geschrieben am 11.10.2010 um 09:42 Uhr

Weiterbildung kostet zeit und Geld…
Keine Weiterbildung kostet Kopf und Kragen.
Das A und O jedes Betriebsrates ist Wissen.
Es gibt etliche Bildungsträger und Bildungsstädten, aber gerade der DGB steht für eine hochwertige und gute Aus- und Weiterbildung.
Durch die Schließungspläne sehe ich aber gerade diese Qualität in Gefahr.
Ich fordere die DGB spitze auf ihren Beschluss wieder zurück zu nehmen.
Sasel muss Leben.

 
  




 
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