Hallo zusammen,
normalerweise ist es nicht meine Art mich in Gästebüchern zu äußern, hier muss ich eine Ausnahme machen.
Über soviel Unverständnis und Sturheit seitens des DGB, bezüglich der Schließung der Bildungszentren, kann einem wirklich die Hutschnur reißen.
Die Gewerkschaften sollten mit gutem Beispiel vorangehen und nicht ausschließlich die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund stellen. Das Schicksal der langjährigen Mitarbeiter sollte ebenso bei derartigen Entscheidungen Berücksichtigung finden, wie die bewährte, hervorragende Qualität der Bildungsmaßnahmen für die Teilnehmer.
Ich selbst war schon in beiden Einrichtungen. Es ist für mich jedes Mal wie „nach Hause“ kommen. Aus Termingründen musste ich mein letztes Seminar in einem Hotel buchen.
Der Aufenthalt im Hotel wirkt geschäftsmäßig und kalt und ist in keiner Weise vergleichbar mit der Geborgenheit die das Bildungszentrum ausstrahlt. Das Gemeinschaftsgefühl, die anregenden Gespräche und Diskussionen des abendlichen „geselligen Beisammenseins“ bleiben im Hotel weitgehend auf der Strecke und sind aus Kostengründen für manchen in Frage gestellt.
Im Bildungszentrum sind die Arbeitsbedingungen durch spezialisierte Ansprechpartner und vorgehaltene Literatur optimal. Es gibt genug Seminarräume mit entsprechendem Equipment für ungestörte Gruppenarbeit.
Es ist ein Armutszeugnis, was sich der DGB bezüglich bestens Bewährter Einrichtungen und Schulungskonzepte ausstellt.
Es wäre wünschenswert, wenn die Entscheidungsträger selbst einmal an einem Seminar im Bildungszentrum teilnehmen würden, um zu wissen, wie Bildung und Erholung in Einklang gebracht werden können.
Gute Gewerkschaftsarbeit muss Zukunft haben und Gemeinschaft leben.
Mit solidarischen Grüßen
Anke Weide-Waldau