Heute Nachmittag hat die Kollegin Christine Zumbeck als Leitungsperson des DGB Bildungswerks in diesem Gästebuch einen Eintrag vorgenommen, in dem sie erklärt, „dass zu keinem Zeitpunkt geplant war, die Bildungsarbeit, die ihr aus Sasel kennt, einzustellen.“

Das ist sicherlich begrüßenswert und wohl als erster kleiner Erfolg der Aktivitäten rund um den Aufruf „Sasel muss neu erhalten bleiben“ zu bewerten. Doch in diesem geht es um mehr: Es geht um den Erhalt eines BildungsZENTRUMS des DGB Bildungswerks in Hamburg. Also um ein eigenes Haus für Betriebsräte und für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Denn ein paar Seminare in einem Hamburger Hotel an der Alster, das oder ähnliches ersetzt Sasel und die damit verbundene Geschichte und Tradition keineswegs! Ganz davon zu schweigen, dass es ja auch um konkrete Arbeitsplätze geht … Und in diesem Zusammenhang: Nicht nur BildungsreferentInnen und Teamende zeichnen für den Erfolg von Sasel verantwortlich. Auch die KollegInnen in Küche, Verwaltung und Hauswirtschaft tragen dazu nicht unerheblich bei.

Ob es ein solches Bildungszentrum auch künftig in Hamburg geben wird, dazu sagt Christine aber nichts.

Problematisch ist aus meiner Sicht auch ein weiterer Passus: denn durch das „wir“ im Eintrag von Christine könnte der Eindruck entstehen, dass diese Aktion mit den Beschäftigten in Sasel nicht besprochen worden ist. Da ich an diesen Besprechungen aber selbst teilgenommen habe, möchte ich zur Klärung hier aus einem Brief des Gesamtbetriebsrates und sämtlicher Einzelbetriebsräte des DGB Bildungswerks an die Geschäftsführung eben dieses Bildungswerks einen kleinen Passus zitieren. In diesem Brief, den auch Christine erhalten hat, heißt es:

„Eine Trennlinie zwischen den Beschäftigten im DGB Bildungszentrum und dem Förderkreis zu konstruieren, ist absurd. Die Aktion des Förderkreises und die aus dieser Aktion hervorgegangene Solidarisierung … mit dem Bildungszentrum, ist ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der aktuellen Beschäftigung und zur Diskussion über die Fortführung der Bildungsarbeit am Standort Hamburg.

In diesem Zusammenhang begrüßen der Gesamtbetriebsrat des Bildungswerks und der Betriebsrat des Tagungszentrums Sasel ausdrücklich die Unterstützungsaktion der am Aufruf beteiligten Betriebsratsgremien und bedanken sich für die damit verbundene Unterstützung und Förderung.“

Ich selber glaube, dass diese Aktion so lange notwendig bleibt, bis die GL des Bildungswerks eindeutig erklärt, dass es ein Bildungszentrum in Saseler Tradition – ohne wenn und aber – auch künftig in Hamburg geben wird.

Liebe Grüße
Andreas
(Vertreter der Teamenden im Arbeitskreis der Beschäftigten)